Deutsche Bank: „4 Gründe, warum Bitcoin im Juni eingebrochen ist“

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24. Juni 2026, 14:11
Deutsche Bank: „4 Gründe, warum Bitcoin im Juni eingebrochen ist“
Foto: kolbet /Shutterstock

Bitcoin musste Anfang dieses Monats einen schweren Rückschlag verkraften. Der Kurs fiel kurzzeitig unter die Marke von 60.000 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2024.

Laut der Deutschen Bank gab es hinter diesem Rückgang nicht nur eine einzige Ursache. In einer neuen Analyse nennt die Bank vier Faktoren, die den starken Kursrückgang ausgelöst haben und den Bitcoin-Kurs weiterhin belasten.

Zusammengefasst

  • Bitcoin fiel am 5. Juni kurzzeitig unter 60.000 US-Dollar und liegt weiterhin mehr als 50 Prozent unter seinem Rekordhoch.

  • Die Deutsche Bank nennt vier Gründe für den Rückgang: Kapitalabflüsse aus ETFs, eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank, Konkurrenz durch KI sowie Verkäufe von Strategy.

  • Laut der Bank wird Bitcoin zunehmend zu einem etablierten Anlagegut, dessen Kurs immer stärker von institutionellen Investoren und makroökonomischen Faktoren beeinflusst wird.

Bitcoin-Kursrückgang ist das Ergebnis von vier Faktoren

Am 5. Juni fiel Bitcoin erstmals seit Ende 2024 unter die Marke von 60.000 US-Dollar.

Obwohl sich der Kurs zur Monatsmitte etwas erholte, scheiterte Bitcoin im Bereich von 67.000 US-Dollar am Widerstand und notiert inzwischen wieder bei rund 62.500 US-Dollar.

Nach Einschätzung der Deutschen Bank lässt sich die Verkaufswelle nicht auf einen einzelnen Auslöser zurückführen. Vielmehr sei sie das Ergebnis eines Zusammenspiels von vier Faktoren, die sich im Juni gegenseitig verstärkten.

Federal Reserve und Bitcoin-ETFs

Erstens haben sich in diesem Jahr die Erwartungen hinsichtlich der US-Notenbank deutlich verändert.

Zu Beginn des Jahres war der Markt noch optimistisch und rechnete mit möglichen Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2026. Aufgrund der hartnäckig hohen Inflation hat sich dieses Bild jedoch vollständig gewandelt.

Zinssenkungen gelten für 2026 inzwischen weitgehend als ausgeschlossen. Stattdessen wird zunehmend mit ein oder zwei Zinserhöhungen noch in diesem Jahr gerechnet. Ein hohes Zinsniveau ist in der Regel nachteilig für Bitcoin, da dadurch weniger Kapital in risikoreiche Anlagen fließt.

Hinzu kommt, dass seit Mitte Mai erhebliche Mittel aus den US-amerikanischen Bitcoin-ETFs abgezogen wurden. In den vergangenen sechs Wochen sind mehr als 6 Milliarden US-Dollar aus diesen Fonds abgeflossen, was zusätzlichen Druck auf den Kurs ausübt.

Strategy und KI

Drittens erlitt das Vertrauen in einige große Marktteilnehmer einen Dämpfer. Die Deutsche Bank verweist dabei insbesondere auf Strategy, das erstmals seit 2022 Bitcoin verkauft hat.

Obwohl es sich nur um einen vergleichsweise kleinen Verkauf handelte, löste dieser dennoch Unruhe am Markt aus. Michael Saylor von Strategy hatte über Jahre hinweg betont, niemals Bitcoin verkaufen zu wollen.

Als vierten Faktor sieht die Deutsche Bank die Konkurrenz durch künstliche Intelligenz. Anleger verlagern risikobehaftetes Kapital zunehmend in KI-Aktien und den Ausbau von KI-Infrastruktur. Dadurch steht weniger Risikokapital für den Kryptomarkt zur Verfügung.

Nach Ansicht von Marion Laboure, Analystin bei der Deutschen Bank, zeigt dies, dass Bitcoin „als institutionelles Anlagegut erwachsen wird“. Der Kurs werde immer weniger von privater Spekulation und zunehmend von Kapitalströmen, Zinserwartungen, konkurrierenden Anlagethemen und regulatorischen Entwicklungen bestimmt.

Sie ergänzt, dass der wichtigste Käufer inzwischen nicht mehr der Privatanleger sei, „sondern ein ETF-Manager oder eine Unternehmensabteilung, die das Treasury verwaltet.“

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