Während Krypto-Fonds im vergangenen Jahr noch Milliarden an Kapital anzogen, zeigt sich nun das genaue Gegenteil. Anleger ziehen in großem Stil Geld ab, was zu Rekordabflüssen führt und den Bitcoin-Kurs zunehmend belastet.
Zusammengefasst
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In der vergangenen Woche zogen Anleger per saldo mehr als 1,8 Milliarden US-Dollar aus Krypto-Fonds ab.
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Bereits die vierte Woche in Folge fließt aus US-amerikanischen Bitcoin-Fonds mehr Geld ab, als neu investiert wird.
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Analyst Axel Adler erklärt, dass sich der Trend umgekehrt hat: Die Fonds setzen den Bitcoin-Kurs inzwischen unter Druck.
Rekordabflüsse im Juni
Ende Juni zogen Anleger kontinuierlich Kapital aus den Krypto-Fonds ab, wie Daten von Coinglass zeigen. Zwischen dem 18. und 29. Juni gab es keinen einzigen Tag, an dem mehr Geld in die Fonds floss als abgezogen wurde. Den Höhepunkt erreichte die Entwicklung am 25. Juni, als an nur einem Tag fast 739 Millionen US-Dollar abgezogen wurden.

Es war der schwächste Juni in der Geschichte dieser Fonds. Insgesamt wurden fast 4,6 Milliarden US-Dollar mehr entnommen als neu investiert. Besonders die Bitcoin-Fonds verzeichneten erhebliche Mittelabflüsse.
Das steht in deutlichem Kontrast zum Start im März 2024, als die Fonds noch enorme Kapitalzuflüsse verzeichneten.
Nachfrage nach Bitcoin-Fonds hat sich komplett gedreht
Der CryptoQuant-Analyst Axel Adler erklärt, dass die US-amerikanischen Bitcoin-Fonds inzwischen den gegenteiligen Effekt haben. Während sie den Kurs zunächst antrieben, belasten sie ihn nun. Seit dem Höchststand ist der Gesamtbestand dieser Fonds um 135.000 Bitcoin gesunken – ein Rückgang von 18 Prozent.
Ein wichtiger Indikator, das sogenannte „30-Tage-Momentum“, zeigt zudem, dass das Interesse großer institutioneller Anleger – etwa von Pensionsfonds – am 25. Juni einen Tiefpunkt erreichte.
Wann kommt die Trendwende?
Laut Adler besteht erst dann Hoffnung auf eine Erholung, wenn es wieder eine Woche gibt, in der mehr Kapital in die Fonds fließt als abgezogen wird. Für eine nachhaltige Trendwende müsse außerdem der Indikator für das Interesse institutioneller Anleger – das 30-Tage-Momentum – wieder in den positiven Bereich steigen.
Solange dieser Indikator negativ bleibt, werden große institutionelle Investoren voraussichtlich nicht in den Markt zurückkehren. Gerade ihr Kapital ist jedoch entscheidend, damit der Bitcoin-Kurs wieder nachhaltig steigen kann. Bis dahin dürfte der Kurs weiter unter Druck bleiben.






