Analyst: Nachfrage nach Bitcoin-ETFs vollständig eingebrochen

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29. Juni 2026, 10:28
Analyst: Nachfrage nach Bitcoin-ETFs vollständig eingebrochen
Foto: Gsign76/Shutterstock

Die Nachfrage nach US-amerikanischen Bitcoin-Börsenfonds (Spot-Bitcoin-ETFs) ist vollständig eingebrochen. Das geht aus einer Analyse von Axel Adler, Analyst bei CryptoQuant, hervor. Was einst als Wachstumsmotor des Marktes galt, entwickelt sich nun aufgrund anhaltender Kapitalabflüsse zu einem Belastungsfaktor.

Zusammengefasst

  • Laut der Analyse sind seit dem Höchststand im Oktober 2025 insgesamt 135.000 Bitcoin aus den US-amerikanischen ETFs abgeflossen.

  • Die monatlichen Zuflüsse sind auf ein historisches Tief gefallen, mit vier aufeinanderfolgenden Wochen netto negativer Kapitalströme.

  • Eine Erholung der Nachfrage wird laut dem Analysten erst dann sichtbar, wenn die wöchentlichen Kapitalzuflüsse wieder positiv ausfallen und sich das Momentum dreht.

Vom Wachstumsmotor zur Belastung

Die in den USA börsennotierten Bitcoin-ETFs verzeichnen laut Adler einen strukturellen Kapitalabfluss. Seit dem Höchststand am 13. Oktober 2025 hat sich der gesamte Bestand um 135.000 BTC verringert.

Das entspricht einem Rückgang von rund 18 Prozent des zuvor aufgebauten Bestands. Auf dem Höchststand hielten die Fonds 745.890 Bitcoin, Ende Juni 2026 waren es nur noch 610.280 Bitcoin.

Negatives Momentum erreicht historischen Tiefstand

Nach Angaben des Analysten ist der Trendwechsel deutlich in den Daten erkennbar. Während Kapitalabflüsse früher nur vereinzelt auftraten, hat sich inzwischen ein anhaltend negativer Trend etabliert.

Das 30-Tage-Momentum, ein Indikator für kurzfristige Kapitalströme, erreichte am 25. Juni 2026 einen historischen Tiefstand. An diesem Tag wurden 600 Millionen US-Dollar aus Bitcoin-Fonds abgezogen – ein negativer Rekord für den Monat Juni.

Dies steht in starkem Kontrast zur Situation im März 2024, als die ETFs gerade erst eingeführt worden waren.

Die vergangenen vier Wochen endeten sämtlich mit Nettoabflüssen. Insgesamt verließen in diesem Zeitraum 64.260 Bitcoin die Fonds.

Warten auf die Trendwende

Solange das Momentum negativ bleibt, fehlt laut Adler die institutionelle Nachfrage, die für steigende Bitcoin-Kurse erforderlich ist. Die anhaltenden Kapitalabflüsse erhöhen den Druck auf den Bitcoin-Kurs.

Ein erstes Erholungssignal wäre nach Einschätzung des Analysten die Rückkehr zu positiven wöchentlichen Kapitalzuflüssen. Eine nachhaltige Trendwende setzt jedoch voraus, dass das 30-Tage-Momentum wieder über die Nulllinie steigt – kombiniert mit mindestens einer Woche netto positiver Zuflüsse.

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