Heute ist es genau 55 Jahre her, dass US-Präsident Richard Nixon die Bindung des Dollars an Gold aufhob.
Diese Entscheidung wird bis heute immer wieder genannt, wenn es um Bitcoin, Gold und die Funktionsweise von Geld geht.
Zusammengefasst
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Nixon beendete am 15. August 1971 die Einlösbarkeit von US-Dollar in Gold.
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Ausländische Zentralbanken konnten ihre Dollar danach nicht mehr gegen amerikanisches Gold eintauschen.
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Bitcoin ist auf maximal 21 Millionen Coins begrenzt.
Nixon schließt das amerikanische Goldfenster
Vor 1971 basierte ein großer Teil der Weltwirtschaft auf dem sogenannten Bretton-Woods-System. Dabei war der US-Dollar an Gold gekoppelt. Andere Länder hielten Dollarreserven und konnten diese unter bestimmten Voraussetzungen gegen amerikanisches Gold eintauschen.
Dieses System geriet zunehmend unter Druck. Die Vereinigten Staaten hatten immer mehr Dollar in Umlauf gebracht, während die Goldreserven nicht im gleichen Tempo zunahmen.
Am 15. August 1971 beschloss Präsident Richard Nixon deshalb, das sogenannte Goldfenster zu schließen. Ausländische Zentralbanken konnten ihre Dollar von diesem Zeitpunkt an nicht mehr gegen Gold eintauschen.
Die Maßnahme wurde zunächst als vorübergehend dargestellt, doch die Goldbindung kehrte nie zurück. Damit fiel ein wesentlicher Bestandteil des Bretton-Woods-Systems weg und die Rolle des Dollars veränderte sich dauerhaft.
Warum 1971 bei Bitcoin noch immer eine Rolle spielt
Genau 55 Jahre nach Nixons Entscheidung wird dieser Moment von Bitcoin-Befürwortern noch immer häufig angeführt. Sie betrachten das Jahr 1971 als einen wichtigen Wendepunkt auf dem Weg zum heutigen Fiatgeldsystem, bei dem Geld nicht mehr unmittelbar durch Gold gedeckt ist.
Dieser Unterschied spielt bis heute eine zentrale Rolle in der Debatte um Bitcoin. Bei Währungen wie dem Dollar und dem Euro können Zentralbanken die Geldmenge ausweiten, während bei Bitcoin letztlich höchstens 21 Millionen Coins existieren können.
Etwa alle vier Jahre findet außerdem das Bitcoin-Halving statt. Dabei wird die Belohnung für Miner halbiert, sodass immer weniger neue Bitcoin in Umlauf kommen.
Der Unterschied zu Gold bleibt wichtig
Bitcoin wird häufig mit Gold verglichen, weil beide als knappe Vermögenswerte gelten. Dennoch funktionieren sie unterschiedlich. Gold muss gefördert werden und seine Gesamtmenge ist nicht exakt bekannt, während bei Bitcoin von vornherein feststeht, dass es niemals mehr als 21 Millionen Coins geben wird.
Für Bitcoin-Befürworter ist gerade diese Vorhersehbarkeit von großer Bedeutung. Deshalb wird Bitcoin von manchen als eine Form von „hartem Geld“ betrachtet: Geld, dessen Angebot nicht beliebig ausgeweitet werden kann.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Bitcoin wertstabil ist. Der Kurs bleibt von Angebot und Nachfrage abhängig und kann starken Schwankungen unterliegen.







