In zwei Monaten führt Russland den digitalen Rubel ein. Dabei handelt es sich nicht um eine Kryptowährung, sondern um digitales Zentralbankgeld der russischen Zentralbank.
Zusammengefasst
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Die russische Zentralbank plant, den digitalen Rubel am 1. September einzuführen.
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Die Europäische Union hat den digitalen Rubel bereits 2025 sanktioniert, obwohl die digitale Währung damals noch nicht existierte.
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Es besteht die Sorge, dass Russland den digitalen Rubel nutzen wird, um Sanktionen zu umgehen.
Digitaler Rubel in zwei Monaten
„Alle sind bereit“, sagte die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elwira Nabiullina, während eines Kongresses. Ihr zufolge ist der digitale Rubel einsatzbereit und wird am 1. September eingeführt. Gleichzeitig soll die Gesetzgebung an die neue digitale Währung angepasst werden.
Der digitale Rubel ist keine Kryptowährung, sondern digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency). Der Unterschied besteht darin, dass ein Krypto-Netzwerk öffentlich und dezentral ist, während bei digitalem Zentralbankgeld die Zentralbank die Kontrolle über das Netzwerk und den Zahlungsverkehr ausübt.
Russland arbeitet bereits seit 2021 am digitalen Rubel. Die digitale Version der russischen Währung soll den herkömmlichen Rubel ergänzen. Zunächst werden Finanzinstitute die Währung akzeptieren, langfristig sollen jedoch auch Bürger und Unternehmen sie nutzen.
Präventiv sanktioniert
Die Europäische Union hat den digitalen Rubel bereits 2025 vorsorglich sanktioniert, obwohl die Währung damals noch nicht existierte. Der Europäische Rat bezeichnete dies als Reaktion auf Russlands „Angriffskrieg gegen die Ukraine“.
Die Sorge besteht darin, dass Russland den digitalen Rubel einsetzen könnte, um westliche Sanktionen zu umgehen. Ein zentraler Bestandteil der Sanktionen ist der Ausschluss russischer Banken aus dem internationalen SWIFT-Zahlungsnetzwerk. Mit einem digitalen Rubel könnte Russland jedoch internationale Transaktionen außerhalb des SWIFT-Systems abwickeln.
Digitales Zentralbankgeld
Russland ist nicht das einzige Land, das die Einführung von digitalem Zentralbankgeld plant. Auch die Europäische Union arbeitet intensiv an einem digitalen Euro. Nach aktueller Planung soll dieser im Jahr 2029 eingeführt werden. China war Vorreiter bei der Entwicklung und verfügt bereits seit mehreren Jahren über eine digitale Version des Yuan.
In den Vereinigten Staaten verfolgt man dagegen einen anderen Ansatz. Dort wurden die Pläne für digitales Zentralbankgeld aufgegeben, und die weitere Entwicklung wurde sogar untersagt. Stattdessen setzt das Weiße Haus auf stabile Kryptowährungen, die an den US-Dollar gekoppelt sind. Diese basieren jedoch auf der Krypto-Technologie.





