Trump setzt sich durch: „Marionette“ entscheidet heute Abend über die Zinsen mit

2 Min. Lesedauer
17. Sept. 2025, 12:15

Donald Trump verschärft seinen Einfluss auf die Federal Reserve, die US-Zentralbank. Kurz vor der Abstimmung über das nächste Zinsentscheid gelang es ihm, seinen Vertrauten Stephen Miran durch den Senat als neues Vorstandsmitglied der Fed zu bringen.

Damit wächst Trumps direkter Einfluss auf die Notenbank – und die Frage stellt sich: Führt das nun zur lange erwarteten Zinssenkung?

Knappes Votum im Senat

Stephen Miran, bisher wirtschaftspolitischer Berater des Weißen Hauses, wurde von Trump als Nachfolger für die scheidende Adriana Kugler nominiert. Mit einer knappen Mehrheit von 48 zu 47 Stimmen bestätigte der Senat die Personalie.

Die Brisanz: Die Abstimmung fiel unmittelbar vor der Fed-Sitzung über den nächsten Zinsentscheid. Damit darf Miran schon heute Abend mitentscheiden, ob die Zinsen gesenkt werden.

Trump drängt seit Langem auf Zinssenkungen: Niedrigere Leitzinsen verbilligen Kredite, kurbeln die Wirtschaft an und reduzieren die Zinslast der hohen US-Staatsschulden. Kritiker warnen allerdings vor einem Anstieg der Inflation, wenn mehr Kapital in Umlauf kommt.

„Marionette des Weißen Hauses“

Die Ernennung löste scharfe Reaktionen der Demokraten aus. Elizabeth Warren sprach von Interessenkonflikten und bezeichnete Miran als „Marionette des Weißen Hauses“.

Die US-Notenbank wurde vor über 100 Jahren als politisch unabhängige Institution gegründet. Viele sehen die Berufung daher als Versuch einer politischen Einflussnahme auf die Geldpolitik.

Diese Befürchtungen verstärken sich durch Trumps frühere Versuche, unliebsame Fed-Gouverneure wie Lisa Cook loszuwerden – und durch seine wiederholten Angriffe auf Fed-Chef Jerome Powell. Trump kündigte bereits an, Powell nach Ablauf seiner Amtszeit 2026 nicht erneut zu berufen.

Bedeutung für die Kryptomärkte

Für die Kryptomärkte ist die Entwicklung eindeutig positiv: Zinssenkungen gelten als Treiber für Risikoanlagen. Während Aktienmärkte von billigerem Geld profitieren, kann der Effekt bei Bitcoin & Co. noch stärker ausfallen.

Denn sinkende Zinsen erleichtern institutionellen Investoren den Zugang zu Kapital – und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit, dass Mittel in alternative Assets wie Kryptowährungen fließen.

Heute Abend um 20:00 Uhr, gibt die Fed ihren Zinsentscheid bekannt.

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