Gino Presti Gino Presti
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Stablecoins „großes Risiko“ laut Zentralbank: Panikmache oder berechtigt?

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Regierung und …
Kryptoriesen an die Kette: EZB plädiert für eine europäische Aufsichtsbehörde

Foto: Noppasin Wongchum/Shutterstock

Stablecoins sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist von dieser Entwicklung weniger begeistert und schlägt Alarm. Diese digitalen Münzen ziehen laut der Zentralbank Kapital von Banken in der Eurozone ab und vergrößern damit die Anfälligkeit des Finanzsystems.

Laut der EZB kann ein massiver Abfluss, also ein digitaler Bankrun auf beliebte Stablecoins, sogar in ein weltweites Finanzchaos münden. All dies ist in einem aktuell erschienenen Bericht zu lesen.

Die Marktkapitalisierung von Stablecoins ist mittlerweile auf über 300 Milliarden Dollar angewachsen. Mit dem Inkrafttreten des GENIUS Act der Vereinigten Staaten ist dieser Markt explodiert. Stablecoins repräsentieren nun bereits etwa zehn Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen.

Die größten Herausgeber von Stablecoins, Tether (USDT) und Circle (USDC), gehören zu den größten Haltern von amerikanischen Treasury-Zertifikaten. Dies sind kurzfristige Anleihen, die die amerikanische Regierung ausgibt, um Geld zu leihen. Zusammen verfügen sie über eine Marktkapitalisierung von 250 Milliarden Dollar und dominieren daher den Markt für Stablecoins.

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Wovor hat die EZB Angst?

In einem ausführlichen Bericht warnt die EZB, dass Stablecoins ein globales Finanzstabilitätsrisiko darstellen, weil sie wertvolle Gelder von Kleinanlegern oder Kunden von Banken aus der Eurozone abziehen.

Wenn Stablecoins noch weiter wachsen, führt dies möglicherweise zu einem Abfluss dieser Gelder. Dadurch versiegt eine wichtige Finanzierungsquelle für diese Banken. Zudem handelt es sich um eine Finanzierung, die der Volatilität unterliegt, stellt die EZB fest.

Ein weiteres Problem ist laut der Zentralbank die Möglichkeit, dass es zu einem Run auf beliebte Stablecoins kommt. Dies zwingt Circle und Tether dazu, ihre Reservevermögen zu verkaufen. Dies vergrößert möglicherweise ihren Einfluss darauf, wie der amerikanische Anleihenmarkt funktioniert, und verursacht im extremsten Fall eine weltweite Finanzkrise.

Andere Stimmen über Stablecoins

Faryar Shirzad ist als Leiter Policies bei der Kryptobörse Coinbase tätig. Im Oktober schrieb er, dass die vollständige Deckung ihrer Reserven bei Stablecoins sie sehr sicher macht. Traditionelle Banken arbeiten mit fraktionalen Reserven. Dies bedeutet, dass sie nur einen kleinen Teil des Geldes, das Kunden einzahlen, tatsächlich in der Kasse haben. Der amerikanische GENIUS Act verpflichtet Stablecoin-Herausgeber hingegen dazu, ihre Münzen zu hundert Prozent zu decken.

Laut Shirzad sind Stablecoins daher ein verstärkender Faktor für die Finanzstabilität.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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