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Krypto-Steuer: SPD plant Abschaffung der Einjahresfrist

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Regierung und …
Krypto-Steuerreform: SPD will Haltefrist abschaffen

Foto: penofoto/ Shutterstock

Deutschland steht möglicherweise vor einem Wendepunkt in der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen. In den laufenden Koalitionsverhandlungen fordert die SPD eine Gleichstellung von Kryptowährungen mit anderen Kapitalanlagen wie Aktien. Das Ziel: Gewinne aus Krypto-Verkäufen sollen künftig unabhängig von der Haltedauer besteuert werden – ein potenzielles Ende der bisherigen Einjahresfrist, nach der Gewinne steuerfrei bleiben.

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Der Status quo: Steuerfreiheit nach einem Jahr

Aktuell gilt in Deutschland eine für viele Investoren attraktive Regelung: Wer seine Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) oder Ethereum (ETH) mindestens ein Jahr lang hält, kann erzielte Gewinne steuerfrei vereinnahmen. Diese Regelung hat Deutschland als Standort für langfristige Krypto-Investments attraktiv gemacht, insbesondere im Vergleich zu anderen Ländern, in denen keine steuerliche Haltefrist gilt.

Die SPD will Kapitaleinkünfte künftig mit 30 Prozent besteuern – unabhängig von der Anlageform. Damit würden Krypto-Gewinne ebenso behandelt wie Aktienverkäufe oder Dividenden. Aus Sicht der Sozialdemokraten wäre dies ein Schritt hin zu mehr Steuergerechtigkeit. Für viele Krypto-Anleger jedoch würde das bedeuten, dass die bisherigen Strategien der langfristigen Anlage neu bewertet werden müssen. Auch könnte Deutschland dadurch an Standortattraktivität verlieren, zumal Länder wie Portugal oder die Schweiz weiterhin vorteilhaftere steuerliche Rahmenbedingungen bieten.

Skepsis aus der Union und rechtliche Bedenken

Aus der Union kommt Widerstand: Eine Abschaffung der Einjahresfrist sei weder sinnvoll noch notwendig. Zudem steht zu erwarten, dass diese Forderung in den Koalitionsverhandlungen nicht oberste Priorität haben wird. Kritiker warnen außerdem vor einer möglichen rückwirkenden Anwendung, was rechtlich fragwürdig wäre und das Vertrauen der Anleger massiv beschädigen könnte.

Sollte die Einjahresfrist tatsächlich abgeschafft werden, stünde der deutsche Kryptomarkt vor einem Paradigmenwechsel. Anleger müssten ihre Steuerstrategien neu überdenken, und Projekte könnten ins Ausland abwandern. Ob es tatsächlich zu dieser Reform kommt, ist derzeit noch offen – doch die Diskussion allein zeigt, wie dynamisch und unsicher das regulatorische Umfeld für Kryptowährungen bleibt.

Ob eine solche Gesetzesänderung auch rückwirkend greifen oder lediglich für künftig erworbene Kryptowährungen gelten würde, ist derzeit noch offen. Mirco Recksiek, Gründer von Bitcoin2Go, hält eine rückwirkende Anwendung allerdings für eher unwahrscheinlich. In einem ausführlichen Thread auf X beleuchtet er die rechtlichen und politischen Hürden, die einer solchen Regelung entgegenstehen.

Wir halten dich natürlich auf dem Laufenden, sobald es neue Entwicklungen oder Krypto-News zu diesem Thema gibt.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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