Krypto bringt Amerikaner und Briten zusammen: Gespräche über Regulierung

2 Min. Lesedauer
17. Sept. 2025, 19:11

Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten wollen künftig stärker bei der Regulierung von Kryptowährungen und neuen digitalen Technologien kooperieren.

Am Dienstag trafen sich die US-Finanzminister Scott Bessent und seine britische Amtskollegin Rachel Reeves, um über gemeinsame Regeln für Krypto-Assets und Stablecoins zu sprechen. Stablecoins sind digitale Währungen, die in der Regel eins zu eins an den US-Dollar oder Euro gekoppelt sind.

Überraschungstreffen zwischen USA und Großbritannien

Laut Financial Times wurde das Treffen kurzfristig anberaumt. Es folgte nur eine Woche nach einem offenen Brief der Krypto-Lobby, die die britische Regierung aufgefordert hatte, Blockchain und digitale Vermögenswerte stärker in politische Gespräche einzubeziehen.

Mit am Tisch saßen auch Vertreter großer Krypto-Unternehmen wie Coinbase, Circle und Ripple sowie Banken wie Citi, Bank of America und Barclays. Zentrales Thema war die Frage, wie eine bessere Abstimmung der Regulierung zwischen den beiden Ländern aussehen könnte.

Während die USA unter Präsident Trump verstärkt auf Krypto und Blockchain setzen, galt Großbritannien bislang als vorsichtig. Beobachter sehen im neuen Kurs jedoch eine mögliche Annäherung Londons an eine pro-krypto Haltung.

Stablecoins als geopolitisches Instrument

Besonderes Augenmerk lag auf Stablecoins, die in Washington zunehmend als geopolitisches Werkzeug betrachtet werden. Dollar-Stablecoins könnten die internationale Dominanz des US-Dollars weiter festigen.

Zudem investieren Stablecoin-Emittenten ihre Reserven zunehmend in US-Staatsanleihen und werden damit zu bedeutenden Finanziers der US-Regierung. Schon 2024 gehörte Tether zu den zehn größten Käufern von US-Staatsanleihen – noch vor Ländern wie Deutschland oder Kanada.

Laut einer Prognose des US-Finanzministeriums könnten Stablecoin-Unternehmen bis 2030 sogar die größten Käufer von US-Bonds weltweit werden.

Politische Signalwirkung

Zu den Details des Treffens äußerte sich das US-Finanzministerium nicht. Reeves erklärte auf X, man wolle „Investitionen und Chancen für beide Länder fördern“.

Das Gespräch gilt als Vorbereitung für ein geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem britischen Premierminister Keir Starmer.

Britische Regierungsvertreter erwarten im Anschluss eine gemeinsame Erklärung, die auf eine engere Abstimmung der Finanzmärkte und Krypto-Regulierungen zwischen London und Washington hinausläuft.

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