Krypto-Betrüger in Bangkok nach Millionenbetrug festgenommen

2 Min. Lesedauer
24. Aug. 2025, 16:03

Die thailändische Polizei hat am Flughafen in Bangkok einen südkoreanischen Staatsbürger festgenommen. Er soll über 50 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen gewaschen und das Geld in Goldbarren umgewandelt haben. Die Behörden vermuten hinter ihm ein internationales Betrugsnetzwerk, das über Jahre hinweg im Verborgenen operierte.

Festnahme nach monatelangen Ermittlungen

Die Technology Crime Suppression Division (TCSD) hatte über Monate hinweg ein Callcenter-Netzwerk im Visier, das Investoren um hohe Summen betrogen hat. Die Festnahme erfolgte am 23. August 2025, das Haftbefehl bestand bereits seit Februar.

Dem 33-jährigen Mann, identifiziert als „Han“, werden Betrug, Computerkriminalität, Geldwäsche und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Obwohl Han einige der Vorwürfe bestreitet, bleibt er zunächst in Untersuchungshaft.

So lief der Betrug ab

Anfang 2024 wurden ahnungslose Opfer über gefälschte Investmentangebote mit versprochenen Renditen von 30–50 % angelockt. Anfangs zahlten die Betrüger tatsächlich kleine Gewinne aus, um Vertrauen aufzubauen.

Doch sobald höhere Summen investiert wurden, blockierten sie plötzlich die Auszahlungen – unter dem Vorwand, dass bestimmte Bedingungen nicht erfüllt worden seien.

Nach zahlreichen Beschwerden leitete die TCSD ein großangelegtes Verfahren ein. Bisher wurden 10 Personen verhaftet, darunter 5 wegen Geldwäsche und 5 sogenannte „Geldesel“, die ihre Konten für illegale Transaktionen zur Verfügung stellten.

Gold als zentrales Element im Betrugssystem

Han soll über mehrere Krypto-Wallets verfügt haben, die mit dem Betrugsnetzwerk verbunden waren. Nach seiner Festnahme wurde sofort sein Smartphone beschlagnahmt – mit direktem Zugriff auf diese Wallets.

Seine Rolle: Er organisierte die Umwandlung von Kryptowährungen in Gold, vermutlich zur Verschleierung der Geldflüsse. Zwischen Januar und März 2024 soll Han rund 47 Millionen USDT in Goldbarren getauscht haben – jeweils 10 Kilogramm Gold für 1 Million USDT. Das Edelmetall wurde dann ins Netzwerk der Betrüger weitergeleitet.

Auch in Europa nimmt diese Masche zu

Diese Art von Anlagebetrug – mit falschen Versprechungen und dem Einsatz von Kryptowährungen zur Geldwäsche – nimmt weltweit zu, auch in Deutschland. Die Polizei warnt daher verstärkt vor unrealistischen Gewinnversprechen und undurchsichtigen Investmentplattformen.

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