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Japans Zinsschritt belastet Kryptomarkt

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Japans Zinsschritt belastet Kryptomarkt

Foto: Poetra.RH / Shutterstock.com

Die Bank of Japan bereitet sich auf die größte monetäre Verschiebung seit Jahrzehnten vor. Die Zentralbank will den Zinssatz später in diesem Monat auf 0,75 Prozent anheben – das höchste Niveau seit 1995.

Diese Politikänderung könnte weltweit Folgen für Risiko-Assets haben, darunter Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen, die in den vergangenen Wochen gerade von erhöhter Liquidität profitierten.

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Jahrzehntelange ultralockere Politik geht zu Ende

Japan war jahrelang eine wichtige Quelle günstiger Finanzierung für internationale Investoren.

Hedgefonds und Handelsfirmen liehen massenhaft Yen zu extrem niedrigen Zinsen, um Positionen in risikoreicheren Märkten – darunter auch Krypto – zu finanzieren.

Die bevorstehende Zinserhöhung durchbricht dieses Muster.

Laut Bloomberg-Quellen steht die Bank of Japan am 19. Dezember bereit für eine Anhebung um 25 Basispunkte, sofern keine größeren Störungen in der Weltwirtschaft oder am japanischen Markt auftreten.

Der Yen reagierte sofort, die Währung stärkte sich von über 155 auf etwa 154,56 pro Dollar.

Gouverneur Kazuo Ueda betonte, dass der Rat eine „angemessene Entscheidung“ treffen werde – dieselbe Formulierung, die auch früher Zinserhöhungen ankündigte.

Marktteilnehmer schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Dezember-Anhebung inzwischen auf fast 90 Prozent.

Warum das für Krypto relevant ist

Die mögliche Zinserhöhung betrifft eine zentrale Säule der globalen Risikobereitschaft: den Yen-Carry-Trade.

Solange Japan nahezu kostenloses Kreditgeld bot, war es attraktiv, billig Yen zu leihen und gehebelte Positionen in Märkten mit höherer Volatilität aufzubauen.

Kryptomärkte profitierten davon, insbesondere während Erholungsrallys wie im November. Doch sobald die Zinsen steigen, sinkt die Attraktivität dieser Strategie.

Ein stärkerer Yen führt historisch zum Abbau von Risiko in Makroportfolios, was die Liquidität verringern kann, die Krypto zuletzt gestützt hat.

In diesem Szenario könnten Hedgefonds gezwungen sein, ihre Exponierung gegenüber Bitcoin und anderen volatilen Assets zu reduzieren.

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Auswirkungen auf den Markt

Die Kursbewegungen der vergangenen Woche zeigen, wie sensibel Krypto auf globale Zinsentwicklungen reagiert. Bitcoin fiel kurzzeitig auf 86.000 Dollar, erholte sich jedoch über 93.000 Dollar, als US-Aktien mitzogen.

Der Markt scheint sich jedoch vorerst in einer abwartenden Haltung zu befinden, bis klar wird, wie aggressiv die Bank of Japan ihre Politik verschärfen wird.

Analysten betonen, dass nicht das endgültige Zinsniveau das größte Risiko darstellt, sondern der Bruch mit der bisherigen Linie. Zum ersten Mal seit fast dreißig Jahren droht Japan keine Quelle billiger Liquidität mehr zu sein.

Ausblick: Risiken bei abrupter Straffung

Wenn die Zinserhöhung zu einer stärkeren Risikoreduktion in Makroportfolios führt, könnte der Druck auf Krypto zunehmen.

Vor allem hochvolatile Assets wie Bitcoin könnten dann durch einen Rückgang der Hebelfinanzierung und der globalen Liquidität getroffen werden.

Ein schrittweiser und kontrollierbarer Straffungspfad könnte die Auswirkungen jedoch begrenzen – insbesondere da die Wahrscheinlichkeit von US-Zinssenkungen steigt und dieser Teil der Welt zusätzliche Liquidität bringen könnte.

Vorläufig zeigt sich der Kryptomarkt robust, doch die Zinsentscheidung am 19. Dezember könnte ein Wendepunkt für das weltweite Risikosentiment werden.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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