Foto: Tero Vesalainen/Shutterstock
Die Anzahl der Fälle von Anlagebetrug über Krypto ist dieses Jahr erneut stark gestiegen, wie aus aktuellen Zahlen der Fraudehelpdesk hervorgeht. In den ersten zehn Monaten von 2025 wurden bereits 29 Millionen Euro von Kriminellen erbeutet, die Opfer über Kryptoplattformen und falsche Anlagen täuschten. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den 25 Millionen Euro im gesamten Jahr 2024.
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Betrüger täuschen über soziale Medien und Pig Butchering-Tricks
Die Fraudehelpdesk erhielt bis zum 1. November über 1.200 Meldungen von Opfern des Anlagebetrugs. „In etwa 97 Prozent der Fälle handelt es sich um Kryptobetrug“, sagt Tanya Wijngaarde von der Fraudehelpdesk. Damit ist die Anzahl der Meldungen erheblich höher als im Vorjahr, als 943 Opfer registriert wurden.
Laut Wijngaarde ist dies vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. „Viele Menschen schämen sich noch immer, Meldung zu erstatten, obwohl es jedem passieren kann“, erklärt sie. Betrüger kontaktieren ihre Opfer häufig über soziale Medien, wo sie sich als erfahrene Anleger oder vertrauenswürdige Kryptounternehmen ausgeben. Sie spielen mit dem Hype um digitale Währungen und nutzen die Fear of Missing Out (FOMO), um Menschen zum Investieren zu bewegen.
Eine häufig verwendete Methode ist der sogenannte Pig Butchering-Trick, bei dem Betrüger langfristig Kontakt halten, um Vertrauen aufzubauen. Opfer werden dazu verleitet, immer größere Beträge einzuzahlen, bis der „Anleger“ plötzlich mit dem gesamten Geld verschwindet.
Traditioneller Bankbetrug sinkt, Krypto wird bevorzugtes Ziel
Während der Schaden durch Kryptobetrug steigt, nimmt Betrug über Banken ab. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres verloren Niederländer gemeinsam noch 4,3 Millionen Euro an Kriminelle, die sich als Bankmitarbeiter ausgaben. Dieses Jahr ist dieser Betrag auf 1,5 Millionen Euro gesunken.
Die Anzahl der Meldungen von Bankbetrug stieg jedoch: von 1.400 auf über 4.500. In den meisten Fällen blieb finanzieller Schaden aus. Die Fraudehelpdesk weist auf ein gestiegenes Bewusstsein bei Verbrauchern hin. „Banken wie ING haben Funktionen hinzugefügt, mit denen Kunden überprüfen können, ob sie wirklich mit einem Mitarbeiter sprechen“, sagt Wijngaarde.
Fraudehelpdesk: Bleib wachsam
Die Verschiebung von traditionellem Betrug zu digitalen Varianten zeigt, dass Kriminelle ihre Taktiken immer weiter verfeinern. Mit der Popularität von Krypto als Anlagemittel wächst auch das Risiko der Täuschung. Die Fraudehelpdesk betont daher die Bedeutung von Wachsamkeit: Wer online auf Versprechen hoher Renditen stößt, sollte besonders kritisch bleiben und vertrauenswürdige Quellen konsultieren, bevor Geld überwiesen wird.
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