Die Europäische Union will im Rahmen eines neuen Sanktionspakets gegen Russland 11 Kryptoplattformen sperren.
Brüssel erklärt, dass solche Plattformen genutzt werden könnten, um Geldströme rund um Moskau aufrechtzuerhalten und bestehende Sanktionen zu umgehen.
Der Vorschlag ist Teil des 21. Sanktionspakets gegen Russland. Darin nimmt die EU erneut Banken, Energieunternehmen, Ölhändler und andere Akteure ins Visier, die die russische Kriegswirtschaft unterstützen sollen.
Zusammengefasst
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Die Europäische Kommission hat am 10. Juni 2026 das 21. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen.
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Das Paket enthält ein Verbot von Transaktionen mit 11 nicht namentlich genannten Kryptoplattformen.
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Die Maßnahmen sollen verhindern, dass Moskau bestehende Finanzsanktionen über Kryptowährungen umgeht.
EU plant Verbot von 11 Kryptodiensten
Die Europäische Kommission will den finanziellen Druck auf Russland weiter erhöhen.
Der neue Vorschlag, der mehr als 170 neue Maßnahmen umfasst, richtet sich vor allem gegen Akteure, die Moskau dabei helfen, frühere Sanktionen zu umgehen.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Verbot von Transaktionen mit 11 Kryptoplattformen. Diesen Plattformen wird vorgeworfen, Russland bei der Umgehung von Sanktionen zu unterstützen.
Die Kommission hat die Namen der betroffenen Plattformen jedoch nicht veröffentlicht. Kaja Kallas, Vizepräsidentin der Kommission, bestätigte die Pläne:
„Wir werden unser Verbot von Krypto-Asset-Dienstleistungen für bestimmte Drittländer verschärfen, neue Einträge hinzufügen und Transaktionen auf 11 Kryptoplattformen untersagen.“
Breiter Ansatz gegen die russische Wirtschaft
Neben dem Kryptosektor umfasst das Paket eine Vielzahl finanzieller und wirtschaftlicher Maßnahmen. Vermögenswerte von fast 90 Banken sollen eingefroren und Transaktionsverbote gegen mehr als 30 Banken in Russland und anderen Ländern verhängt werden.
Auch der russische Energiesektor wird betroffen sein. Das Paket sieht neue Beschränkungen für den Weiterverkauf von LNG-Tankern an Russland vor.
Darüber hinaus nimmt die EU die sogenannte „Schattenflotte“ ins Visier. Gegen 30 weitere Schiffe, die zur Umgehung der Preisobergrenze für russisches Öl eingesetzt werden, sollen Sanktionen verhängt werden.
Die EU will zudem die Produktionskapazitäten Russlands weiter beeinträchtigen. Geplant sind neue Exportkontrollen für 50 Unternehmen, darunter Akteure in China, der Türkei, Kasachstan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese Unternehmen sollen den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen.
Außerdem werden mehr als 30 Organisationen, die an der Produktion von Drohnen beteiligt sind, auf die Sanktionsliste gesetzt. Der Rat für Auswärtige Angelegenheiten wird in der kommenden Woche weitere 81 Einträge offiziell beschließen.






