Die US-Notenbank hielt den Leitzins im Juni auf einem hohen Niveau, was die Finanzmärkte erneut unter Druck setzte.
Aus dem jüngsten Protokoll der Zinssitzung geht hervor, dass die Zinsen in diesem Jahr voraussichtlich hoch bleiben werden.
Innerhalb der Federal Reserve herrscht große Uneinigkeit über den nächsten Zinsschritt. Gleichzeitig zeichnet sich ein neues Inflationsrisiko ab: die enorme Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz.
Zusammengefasst
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Die US-Notenbank beließ den Leitzins im Juni bei 3,5 bis 3,75 Prozent.
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Die Hälfte der Fed-Mitglieder rechnet in diesem Jahr noch mit mindestens einer Zinserhöhung.
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Die starke Nachfrage nach Chips, Rechenzentren und Strom könnte die Inflation anheizen, wodurch hohe Zinsen den Kryptomarkt länger belasten könnten.
Federal Reserve hält die Zinsen hoch
Die geldpolitische Sitzung der Fed fand am 16. und 17. Juni statt. Der Zinsentscheid fiel einstimmig aus: Die Fed beließ den Leitzins unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent.
Aus dem Sitzungsprotokoll geht jedoch hervor, dass die Währungshüter hinsichtlich des weiteren Zinskurses stark gespalten sind.
Dies zeigt sich insbesondere im sogenannten Dot Plot, in dem die Fed-Mitglieder ihre Zinserwartungen veröffentlichen.
9 der 18 Mitglieder rechnen in diesem Jahr mit mindestens einer Zinserhöhung. 6 von ihnen erwarten sogar zwei Schritte um jeweils 0,25 Prozentpunkte.
We have posted the minutes from the #FOMC meeting held June 16-17, 2026: federalreserve.gov/newsevents/pre…
KI könnte die Inflation weiter anheizen
Auffällig ist die Rolle der Künstlichen Intelligenz. Nach Einschätzung der Fed-Mitglieder könnte die starke Nachfrage nach KI-Infrastruktur die Preise für Technologieprodukte und Strom weiter in die Höhe treiben.
Der Hauptgrund dafür ist der steigende Bedarf an Chips, Rechenzentren und Energie. Sollten KI-Unternehmen weiterhin massiv um diese Ressourcen konkurrieren, könnten Halbleiter, Geräte und Strom teurer werden. Dieser Preisdruck wird auch als „Chipflation“ bezeichnet.
Die Fed geht daher davon aus, dass die Inflation vorerst erhöht bleiben wird. Neben der starken Nachfrage nach KI-Infrastruktur verweisen die Sitzungsprotokolle auch auf Zölle, höhere Energiepreise und Störungen rund um die Straße von Hormus als Faktoren, die den Preisdruck aufrechterhalten könnten.
Die Prognose für die PCE-Inflation zum Jahresende wurde von 2,7 Prozent auf 3,6 Prozent angehoben.
Warum der Kryptomarkt genau hinschaut
Für Kryptowährungen ist diese Entwicklung wichtig, weil eine hohe Inflation die Wahrscheinlichkeit sinkender Zinsen verringert.
Höhere Zinsen verteuern Kredite und machen sichere Anlageformen attraktiver. Dadurch fließt häufig weniger Kapital in risikoreiche Anlagen, darunter auch Kryptowährungen.
Die Sitzungsprotokolle lassen jedoch Raum für eine nachlassende Inflation zu einem späteren Zeitpunkt, falls Zölle, Energiepreise und geopolitische Störungen an Bedeutung verlieren.






