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DAC8 – Das Ende der Krypto-Privatsphäre in der EU

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DAC8 - Das Ende der Krypto-Privatsphäre in der EU

Foto: ilolab/Shutterstock

Mit dem Inkrafttreten der EU-Richtlinie DAC8 (Directive on Administrative Cooperation 8) am 1. Januar 2026 hat sich die regulatorische Landschaft für Kryptowährungen innerhalb der Europäischen Union grundlegend verändert.

Die Richtlinie stellt eine tiefgreifende Ausweitung der Meldepflichten für digitale Vermögenswerte dar – mit erheblichen Konsequenzen für Börsen, Wallet-Nutzer und Krypto-Investoren.

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Überblick: Was ist DAC8?

DAC8 ist eine Erweiterung der bestehenden EU-Richtlinien zur steuerlichen Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Ziel ist es, Steuerhinterziehung durch mehr Transparenz im Bereich digitaler Vermögenswerte zu bekämpfen.

Die Richtlinie verpflichtet Krypto-Dienstleister zur automatisierten Weitergabe personenbezogener und transaktionsbezogener Daten an die nationalen Steuerbehörden.

Betroffen sind dabei nicht nur Transaktionen mit Fiat-Währungen (z. B. Euro), sondern auch Krypto-zu-Krypto-Swaps sowie Übertragungen auf private Wallets wie Ledger oder Trezor. Selbst Transfers, die nicht in klassische Währungen münden, werden somit steuerlich erfasst.

Neue Meldepflichten: Was wird übermittelt?

Exchanges und andere relevante Anbieter müssen ab sofort folgende Informationen automatisch übermitteln:

  • Vollständiger Name des Nutzers
  • Steueridentifikationsnummer (TIN)
  • Sämtliche Transaktionsdaten – inklusive Datum, Betrag, Empfänger und Wallet-Adressen

Fehlt die Steuer-ID, kann die Plattform den Account sperren oder Transaktionen blockieren. Diese Vorschrift gilt EU-weit und betrifft auch Anbieter außerhalb der EU, sofern sie Dienstleistungen für europäische Kunden anbieten.

Nicht kooperative Anbieter riskieren, vom europäischen Markt ausgeschlossen zu werden. Die Datenerhebung für das Steuerjahr 2026 hat bereits begonnen. Damit entsteht erstmals ein umfassendes, grenzüberschreitendes Steuer-Dashboard für Krypto-Assets.

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Auswirkungen auf Anleger und Nutzer

Für Privatanleger bringt DAC8 weitreichende Änderungen mit sich. Die Zeiten der pseudonymen Krypto-Nutzung sind vorbei – künftig ist jede Bewegung nachvollziehbar. Dies betrifft insbesondere Nutzer von zentralisierten Börsen sowie Hardware Wallets, wenn Gelder transferiert werden.

Ein mögliches Risiko für Nutzer besteht in Kontosperrungen bei fehlender Steuer-ID oder unzureichender Verifizierung. Dies erhöht den Druck auf Krypto-Investoren, sich proaktiv mit ihren steuerlichen Pflichten auseinanderzusetzen – selbst dann, wenn sie nur gelegentlich handeln oder langfristig Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) halten.

Reaktionen aus der Krypto-Community

Die Reaktionen auf DAC8 fallen gemischt aus. Befürworter argumentieren, dass die Richtlinie einen fairen Steuerrahmen schafft und für mehr Vertrauen im Kryptomarkt sorgt.

Kritiker warnen vor einem Überwachungsalbtraum und befürchten, dass die Grundidee dezentraler und anonymer Finanzsysteme gefährdet wird.

Mit DAC8 beginnt eine neue Ära in der Regulierung digitaler Vermögenswerte in der EU. Die umfassenden Meldepflichten bedeuten mehr Kontrolle und Transparenz, stellen jedoch auch die Grundprinzipien von Privatsphäre und Dezentralisierung in Frage.

Anleger und Anbieter müssen sich nun auf strengere Auflagen einstellen – und aktiv daran arbeiten, regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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