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Bolivien setzt auf Krypto für Handel wegen Dollar-Knappheit

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Bolivien setzt auf Krypto für Handel wegen Dollar-Knappheit

Foto: Ahmed Zaggoudi/Shutterstock

Bolivien hat einen bemerkenswerten Schritt unternommen, indem es Kryptowährungen für den Import von Energie nutzt. Laut Reuters ergreift das südamerikanische Land diese Maßnahme aufgrund eines schweren Mangels an US-Dollars, der traditionelle Zahlungsoptionen erschwert.

Die bolivianische Regierung hat bestätigt, dass bestimmte Energie-Importtransaktionen künftig über „digitale Währungen“ abgewickelt werden. Obwohl noch unklar ist, welche Kryptowährungen genau verwendet werden, spekulieren Analysten, dass Stablecoins wie USDT und USDC bevorzugt werden, da sie stabil sind und an den Dollar gekoppelt sind.

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Warum entscheidet sich Bolivien für Krypto?

Bolivien leidet bereits seit längerer Zeit unter einer Dollar-Knappheit, wodurch Unternehmen und Regierungsstellen Schwierigkeiten haben, internationale Zahlungen zu leisten. Dies hat zu Verzögerungen bei der Einfuhr von Treibstoff und Strom geführt.

Durch den Einsatz von Kryptowährungen kann Bolivien Zahlungen direkt und ohne die Zwischenschaltung von Banken durchführen. Dies bietet mehr Flexibilität und verhindert weitere Störungen der Energieversorgung.

Laut lokalen Berichten ist dies eine vorübergehende Lösung, aber Analysten gehen davon aus, dass es sich zu einem breiteren Trend in wirtschaftlich instabilen Ländern entwickeln könnte.

Als eines der ersten Länder, das diesen Schritt geht, sendet Bolivien ein klares Signal an die Welt. Länder, die bisher noch nicht einmal darüber nachgedacht haben, könnten dadurch angeregt werden. Staaten, die eine solche Option bereits erwogen haben, haben nun die Möglichkeit, Bolivien als Vorbild zu nutzen: Welche Auswirkungen hat es und welche Fallstricke gilt es zu vermeiden?

Vom Krypto-Verbot zur Krypto-Adoption

Die Einführung von Kryptowährungen in Bolivien ist bemerkenswert, da das Land zuvor eine strenge Haltung gegenüber digitalen Währungen einnahm. Im Jahr 2014 verbot die bolivianische Zentralbank die Nutzung von Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen.

Am 26. Juni 2024 wurde das Verbot aus wirtschaftlichen Gründen aufgehoben. Die Zentralbank machte jedoch deutlich, dass BTC nicht als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt wird.

Die aktuelle Entscheidung, Kryptowährungen für den internationalen Handel zu nutzen, zeigt, dass wirtschaftliche Notlagen Länder dazu zwingen können, ihre Haltung gegenüber digitalen Währungen zu überdenken.

Bolivien ist nicht das erste Land, das Kryptowährungen für den Energiehandel einsetzt. Seit 2022 nutzt Russland Kryptowährungen, um internationale Sanktionen zu umgehen. Dies verdeutlicht, dass Kryptowährungen zunehmend als alternative Zahlungsmethode in geopolitischen Situationen betrachtet werden.

Ob Bolivien langfristig auf Kryptowährungen setzen wird, hängt von der Wirksamkeit dieser Maßnahme und der Reaktion internationaler Handelspartner ab. Für den Moment scheint es jedoch eine innovative Lösung für wirtschaftliche Herausforderungen zu sein.

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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