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Core Scientific, ein großes US-amerikanisches Bitcoin-Mining-Unternehmen, konzentriert sich zunehmend auf KI statt auf Bitcoin. Das Unternehmen meldete einen hohen Quartalsverlust, verzeichnete jedoch gleichzeitig eine explosionsartige Zunahme der Einnahmen aus KI-Diensten. Um den Ausbau dieser Sparte voranzutreiben, verkaufte Core Scientific Bitcoin im Wert von 177 Millionen Euro.
Zusammengefasst:
- Core Scientific verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Verlust von 295 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen auf Mining-Hardware.
- Die Einnahmen aus KI-Rechenzentren stiegen sprunghaft auf 66 Millionen Euro und sind inzwischen die wichtigste Einnahmequelle des Unternehmens.
- Zur Finanzierung des Ausbaus der KI-Dienste verkaufte das Unternehmen Bitcoin im Wert von 177 Millionen Euro.
Core Scientific schlägt neuen Kurs ein
Das Jahr begann für Core Scientific, eines der größten Bitcoin-Mining-Unternehmen der USA, alles andere als positiv. Laut den Quartalszahlen verzeichnete das Unternehmen im ersten Quartal einen Nettoverlust von 295 Millionen Euro.
Hauptursache dafür waren Abschreibungen auf veraltete Mining-Hardware im Wert von 225 Millionen Euro.
Der Umsatz stieg zwar an, blieb mit 98 Millionen Euro jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining fielen von 57 Millionen Euro im Vorquartal auf nur noch 26 Millionen Euro. Ein Grund dafür ist unter anderem der Rückgang des Bitcoin-Kurses.
Spektakuläres Wachstum durch KI
Dem gegenüber steht ein spektakulärer Anstieg der Einnahmen aus KI-Diensten. Diese stiegen von rund 7 Millionen Euro auf 66 Millionen Euro. Damit verdient Core Scientific inzwischen mehr mit KI als mit Bitcoin-Mining.
Ein großer Teil dieses Wachstums wird durch die Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen CoreWeave angetrieben. Über Rechenzentren an sechs Standorten hinweg werden dabei rund 590 Megawatt Stromkapazität genutzt.
Nach Schätzungen von Core Scientific soll diese Partnerschaft in den kommenden zwölf Jahren einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro generieren.
Bitcoin wird gegen KI eingetauscht
Um den Wechsel hin zu KI zu finanzieren, hat Core Scientific große Mengen Bitcoin verkauft. Im ersten Quartal veräußerte das Unternehmen 2.385 Bitcoin im Wert von rund 177 Millionen Euro. Darüber hinaus schloss Core Scientific eine Finanzierungsrunde ab, bei der 2,8 Milliarden Euro eingesammelt wurden.
Core Scientific ist ein typisches Beispiel für Mining-Unternehmen, die sich zunehmend auf KI umsteigen. Das Unternehmen meldete 2022 Insolvenz an, konnte sich danach jedoch neu aufstellen. Da der Bitcoin-Kurs gefallen ist, sind auch die Einnahmen aus dem Bitcoin-Mining zurückgegangen. Viele Mining-Unternehmen geraten dadurch unter Druck.
Die Nachfrage nach KI-Diensten ist hingegen groß und wächst weiter. Deshalb setzen immer mehr Mining-Unternehmen auf KI, da dieser Bereich deutlich profitabler ist.
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