Foto: Pawel Michalowski /Shutterstock
Gold erreicht erstmals ein Niveau, das lange unerreichbar schien. Zum ersten Mal überhaupt liegt der Preis über 4.500 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm). Das ist kein Zufallstreffer. Gold befindet sich – genau wie Silber – seit Monaten im Aufwärtstrend. Das Edelmetall stieg im Jahr 2025 um satte 72 Prozent, Silber sogar um 155 Prozent.
Stell dir vor, du hättest Anfang 2025 10.000 Euro in Gold investiert. Wie viel Gewinn hättest du jetzt gemacht?
Gold profitiert maximal von den aktuellen Umständen
Schauen wir uns zunächst die Rahmenbedingungen an. Ein wichtiger Grund für die Gold-Rallye ist, dass das Edelmetall seine klassische Rolle als sicherer Hafen perfekt erfüllt. Sobald wirtschaftliche Unsicherheit oder geopolitische Unruhe herrscht, suchen Anleger Stabilität.
An Unsicherheit mangelt es derzeit nicht – vor allem wegen wachsender internationaler Spannungen: Die USA haben Venezuela angegriffen, rund um Grönland nehmen die Konflikte zu, zusätzlich tobt der Krieg zwischen der Ukraine und Russland, und im Nahen Osten herrscht weiterhin Unruhe.
Hinzu kommt die Zinspolitik. Der Markt erwartet, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen weiter senken könnte. Das spielt Gold in die Karten: Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab. Sobald die Zinsen fallen, wird Gold im Vergleich zu zinstragenden Alternativen attraktiver.
Als wäre das nicht genug, geben die Zentralbanken weltweit der Rallye zusätzlichen Schub. Sie kaufen weiterhin Gold, was für eine strukturell höhere Nachfrage sorgt. Genau diese Kaufkraft treibt eine langanhaltende Hausse an.
Quelle: Goldbroker.com.
Warum bleibt Bitcoin zurück?
Während viele Anleger in Edelmetalle flüchten, bleibt ein auffälliger Akteur zurück: Bitcoin (BTC). Hat das „digitale Gold“ seinen Glanz verloren oder steht der große Sprung noch bevor?
Dass Bitcoin nicht sofort mitzieht, bedeutet laut Analysten nicht automatisch, dass die Kryptowährung ihre Rolle als Wertspeicher verliert. Sie dient weiterhin dazu, Kaufkraft über die Zeit zu bewahren, da sie knapp ist und nicht unbegrenzt vermehrt werden kann.
Krypto bewegt sich oft in Phasen. In früheren Zyklen gab es ebenfalls Zeiträume, in denen Gold und Silber stark stiegen, während Bitcoin relativ flach blieb. Erst später legte Bitcoin dann kräftig zu. Zudem gibt es ein historisches Muster aus dem Jahr 2020, in dem Gold und Silber monatelang vorausliefen. Bitcoin folgte erst später – dann aber mit einer starken Rallye.
Das sagen Analysten zur möglichen Aufholjagd von BTC
Analysten erwarten, dass Bitcoin in diesem Jahr möglicherweise eine Aufholjagd startet. Zuerst ziehen Gold und Silber den Markt, dann schließt Bitcoin sich an. Der Krypto-Analyst „Mr Crypto“ schreibt auf X, dass es höchste Zeit sei, dass BTC „Gas gibt“.
Stocks, Gold & Silver are all setting new ATHs.
Time for Bitcoin to catch up! pic.twitter.com/dR8VBH9HrI
— Mister Crypto (@misterrcrypto) January 4, 2026
Natürlich ist eine Aufholjagd keine Garantie – Märkte folgen keinem Drehbuch –, aber es ist ein Muster, das viele Trader und Analysten ernst nehmen. Vor allem, weil Gold und Silber derzeit gleichzeitig Rekorde brechen.
Bitcoin versus Gold
Wichtig ist zu wissen, dass Bitcoin und Gold sich sehr unterschiedlich verhalten. Gold steigt oft schrittweise und kontinuierlich. Bitcoin hingegen kann wochen- oder monatelang enttäuschen und dann plötzlich in kurzer Zeit explosiv steigen.
Genau deshalb hat Bitcoin seit 2020 regelmäßig besser abgeschnitten als Gold, trotz Phasen, in denen es zurücklag. Momentan sehen wir jedoch das Gegenteil: Gold hat das Momentum, Bitcoin ist noch nicht aufgesprungen. Bitcoin scheitert also nicht als „digitales Gold“, sondern folgt seinem eigenen Rhythmus.
Was bedeutet das für Anleger?
Der Markt zeigt eine klare Zweiteilung. Anleger kaufen Edelmetalle massenhaft als sicheren Hafen, während Bitcoin und andere Kryptowährungen zurückbleiben. Das muss jedoch kein schlechtes Zeichen sein. Möglicherweise bedeutet es, dass Bitcoin sich noch in einer Aufbauphase befindet, während Gold und Silber bereits die ersten großen Gewinne einfahren.
Wenn sich frühere Zyklen wiederholen, wird Bitcoin später dennoch beschleunigen. Die eigentliche Frage ist also nicht, ob Bitcoin „digitales Gold“ ist, sondern wann der Markt es wieder so behandelt.
Wer Anfang 2025 auf Gold statt auf Bitcoin gesetzt hat, ist der klare Gewinner. Am 1. Januar 2025 lag der Goldpreis noch bei rund 2.624 US-Dollar pro Feinunze, heute notiert er über 4.500 US-Dollar.
Eine theoretische Investition von 10.000 Euro wäre jetzt etwa 17.100 Euro wert. Das entspricht einem Gewinn von rund 71 Prozent in nur einem Jahr.
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