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Die französische Krypto-Steuerplattform Waltio ist Ziel eines schwerwiegenden Cyberangriffs geworden, bei dem sensible Daten von rund 50.000 Nutzern entwendet wurden. Der Vorfall wurde von mehreren internationalen Medien bestätigt und hat sowohl bei den Behörden als auch bei den Betroffenen erhebliche Besorgnis ausgelöst.
Verantwortlich für den Angriff ist die bekannte Hackergruppe Shiny Hunters, die bereits in der Vergangenheit für hochkarätige Datendiebstähle verantwortlich war. Die Täter erpressten Waltio anschließend mit einer Lösegeldforderung und veröffentlichten Beweise für den Diebstahl der Daten.
Umfang der entwendeten Daten
Die gestohlenen Informationen umfassen unter anderem E-Mail-Adressen, Krypto-Vermögensinformationen sowie Steuerberichte über Gewinne und Verluste aus dem Jahr 2024. Besonders brisant ist, dass diese Daten Rückschlüsse auf das Vermögen der Betroffenen zulassen – ein sensibles Detail, das in der Kryptobranche oft mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden ist.
Waltio erklärte, dass zwar keine Bankdaten, Steuer-ID-Nummern oder andere administrative Dokumente kompromittiert wurden, dennoch ist der potenzielle Schaden enorm.
Ce vendredi matin, nous avons déposé plainte pour tentative d’extorsion et atteinte à un système de traitement automatisé de données.
Le 21 janvier 2026, nous avons été destinataire d’une tentative d’extorsion. Celle-ci semble faire suite à une attaque particulièrement…
— Waltio (@Get_Waltio) January 23, 2026
Die veröffentlichten Daten könnten Betrügern ermöglichen, gezielt und glaubwürdig aufzutreten – beispielsweise durch gefälschte Sicherheitswarnungen, die Nutzer dazu verleiten sollen, Zugriff auf ihre Wallets oder private Schlüssel zu gewähren. Besonders bei hohen Krypto-Vermögen steigt das Risiko, Opfer gezielter Angriffe zu werden.
Behördliche Warnungen und Sicherheitsrisiken
Die französischen Behörden haben umgehend eine offizielle Untersuchung eingeleitet. Sowohl die Pariser Staatsanwaltschaft als auch die Nationale Cyber-Einheit der Gendarmerie arbeiten daran, das Ausmaß des Angriffs zu bestimmen und die betroffenen Nutzer zu identifizieren.
In offiziellen Mitteilungen warnen sie eindringlich vor möglichen Betrugsversuchen, bei denen Täter gestohlene Daten nutzen könnten, um Opfer unter dem Vorwand falscher Sicherheitsmeldungen zu manipulieren.
Noch alarmierender ist die Warnung vor sogenannten „Wrench Attacks“ – physische Angriffe, bei denen Opfer unter Gewaltandrohung zur Herausgabe ihrer Krypto-Assets gezwungen werden. Die gestohlenen Daten enthalten Hinweise, die solche Angriffe erleichtern könnten, darunter mögliche Vermögenshöhen oder Identitätsdetails.
Behörden berichten, dass es in Frankreich bereits zu ähnlichen Fällen gekommen ist, was die Bedrohungslage zusätzlich verschärft.
Das Datenleck rückt erneut die Frage nach der Sicherheit von Krypto-Dienstleistungsplattformen in den Fokus – insbesondere vor dem Hintergrund wachsender regulatorischer Anforderungen in der EU.
Waltio betont zwar, dass seine Kerninfrastruktur stabil geblieben sei und keine Kundengelder gefährdet seien, doch zeigt der Vorfall deutlich, wie attraktiv die Branche für Cyberkriminelle geworden ist und wie wichtig es für Nutzer ist, aktuelle Sicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen.
Die Reaktionen der Nutzer auf Waltios Stellungnahme könnten kaum deutlicher sein: blanke Wut. Viele werfen dem Unternehmen vor, die Brisanz der geleakten Daten völlig zu verkennen – schließlich reichen E‑Mail‑Adressen und Krypto‑Gewinnsummen aus, um Menschen ins Fadenkreuz von Betrug und Erpressung zu bringen.
Sarkasmus mischt sich mit offenen Beleidigungen, während andere die anfängliche Leugnung des Vorfalls als peinliche Verharmlosung abtun. Mehrere Nutzer fordern unverblümt rechtliche Schritte, bis hin zu Sammelklagen und konkreten Empfehlungen für Anwälte.
Die Botschaft ist klar: Für viele ist Waltio nicht nur gehackt worden – es hat das Vertrauen seiner Community gleich mit verloren.
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