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Morgan Stanley geht mit neuem Ethereum (ETH)-Fonds einen weiteren Schritt in Richtung Kryptomarkt.
Die US-Investmentbank hat bei der Börsenaufsicht SEC einen Antrag für einen Ethereum-ETF eingereicht, der auch Staking umfasst. Damit will die Bank nicht nur von der Kursentwicklung profitieren, sondern zusätzliche Rendite direkt aus dem Ethereum-Netzwerk erzielen.
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Ethereum-Fonds mit zusätzlichem Einkommen
Laut Antrag soll der Fonds Ether kaufen und halten, ohne aktiv zu handeln. Bemerkenswert ist, dass ein Teil der Ether gestakt werden soll – über externe Anbieter. Beim Staking sichern Teilnehmer das Ethereum-Netzwerk ab und erhalten dafür eine Vergütung. Für Anleger bedeutet das eine zusätzliche Ertragsquelle neben der Kursentwicklung.
Morgan Stanley betont, dass der Fonds nicht auf spekulative Verkaufsstrategien setzt. Ziel sei es, ein reguliertes Anlageprodukt zu schaffen, das sich nahtlos in traditionelle Portfolios einfügt.
Die Bank richtet sich damit vor allem an institutionelle Investoren, die sich für Krypto interessieren, aber innerhalb klarer regulatorischer Rahmenbedingungen bleiben wollen.
Weniger Zurückhaltung gegenüber Krypto
Die Ethereum-Initiative steht nicht allein: Bereits Anfang der Woche stellte Morgan Stanley auch Anträge für einen Bitcoin (BTC)-ETF und einen Solana (SOL)-ETF. Das zeigt deutlich, dass große Banken ihre frühere Zurückhaltung gegenüber Kryptowährungen zunehmend ablegen.
Was vor wenigen Jahren noch als Nische galt, wird heute immer öfter in seriöse Anlagestrategien integriert.
Analysten sehen auch den wachsenden Konkurrenzdruck als Grund. Seit der Genehmigung von Bitcoin-ETFs Anfang 2024 ist die Nachfrage nach ähnlichen Produkten deutlich gestiegen. Fondsanbieter wollen nicht zurückbleiben, während Kapital zunehmend in regulierte Krypto-Produkte fließt.
Ethereum-Fonds bleiben stabil trotz Korrektur
Die Antragstellung kommt zu einem interessanten Zeitpunkt: Der Kryptomarkt hat kürzlich eine deutliche Korrektur erlebt – allein im Oktober verlor der Markt rund 17,5 Milliarden Euro an Kapitalisierung.
Trotzdem blieben bestehende Ethereum-ETFs vergleichsweise stabil. Laut Bloomberg-Analyst James Seyffart ist die Gesamtzufuhr in diese Fonds zwar um rund 18 % gegenüber dem Hoch von ca. 13,8 Milliarden Euro gesunken, doch:
„Seit ihrem Höchststand kurz vor der Liquidationswelle verzeichneten sie rund 2,6 Milliarden Euro an Abflüssen“, so Seyffart.
Das zeigt, dass viele Anleger trotz der schwachen Kursentwicklung an ihrer Position festhalten.
Neue Nachfrage aus verschiedenen Richtungen
Auch Netzwerkdaten zeigen ein gemischtes Bild: Große Investoren – sogenannte „Whales“ – kauften in der vergangenen Woche Ethereum im Wert von rund 4,4 Millionen Euro. Gleichzeitig verkauften professionelle Trader („smart money“) Ethereum im Umfang von etwa 8,2 Millionen Euro.
Dem steht gegenüber, dass neue Wallets in kurzer Zeit Ethereum im Wert von über 2,1 Milliarden Euro gekauft haben – ein Hinweis darauf, dass neue Marktteilnehmer die aktuellen Kurse als Einstiegschance sehen.
Sollte die SEC den Fonds genehmigen, könnte dies ein weiterer Brückenschlag zwischen der traditionellen Finanzwelt und dem Kryptomarkt werden.
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