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Die Kryptomärkte zeigen rote Zahlen, und viele Händler setzen auf weitere Kursrückgänge. Bei bestimmten Coins wird massiv auf einen Preisverfall spekuliert – ein riskantes Spiel mit möglichen Liquidationen.
Schon ein kleiner Kursanstieg bei zwei Altcoins könnte für bärisch positionierte Händler große Verluste bedeuten.
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Starke Marktkorrektur stimmt Händler pessimistisch
Die Kryptomärkte mussten vergangene Woche einen heftigen Rückschlag hinnehmen. Die Gesamtmarktkapitalisierung fiel innerhalb von sieben Tagen um 8 Prozent, und mehrere Coins rutschten unter wichtige Unterstützungsniveaus.
In der Folge spekulieren viele Trader nun auf weitere Kursverluste. Auf dem Derivatemarkt können Händler über spezielle Kontrakte auf steigende oder fallende Kurse wetten – in Form von sogenannten Long- oder Short-Positionen.
Mit einer Short-Position verdient ein Händler dann, wenn der Kurs tatsächlich fällt. Steigt der Kurs hingegen, wird die Position liquidiert – also zwangsaufgelöst.
Aktuell ist die Marktstimmung überwiegend bärisch. Laut Daten von Coinglass überwiegen bei vielen großen Kryptowährungen die Short- gegenüber den Long-Positionen.
Für die bärisch eingestellten Händler wäre das ein schlechtes Zeichen – denn Liquidationen dieser Art können sich positiv auf die Kurse auswirken.
Wenn viele Short-Positionen gleichzeitig liquidiert werden, müssen diese durch Käufe gedeckt werden. Dieser Effekt wird als Short Squeeze bezeichnet und kann zu schnellen Preisanstiegen führen.
Ethereum: Über 3 Milliarden Euro könnten liquidiert werden
Einer der Coins mit besonders hohem Liquidationsrisiko ist Ethereum (ETH). Der Markt zeigt hier eine deutliche Schieflage zwischen Short- und Long-Positionen.
Laut Coinglass würden Short-Positionen im Wert von rund 3 Milliarden Euro liquidiert, sollte Ethereum die Marke von 3.200 US-Dollar erreichen. Aktuell liegt der Kurs bei etwa 2.900 US-Dollar.

Nicht alle Anleger setzen jedoch auf fallende Kurse. Analyst CW berichtet auf X, dass sogenannte Whales – also Großanleger – auf steigende Kurse setzen. Besonders Kleinanleger seien laut CW gefährdet, bei einem Kursanstieg zwangsliquidiert zu werden.
Chainlink: Potenzielle Liquidationen von 30 Millionen Euro
Auch auf dem Derivatemarkt von Chainlink (LINK) zeigt sich eine starke Disbalance zwischen bullischen und bärischen Positionen.
Steigt der Kurs von Chainlink über 13,20 US-Dollar, könnten Short-Positionen im Wert von 30 Millionen Euro liquidiert werden.

Derzeit liegt der Kurs von Chainlink knapp unter 12 US-Dollar. Doch laut dem Analyseunternehmen Santiment ist der Coin stark unterbewertet. Auch Ethereum gilt aktuell als unterbewertet – wenn auch weniger stark als Chainlink.
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