Ethereum sendet laut Analyseunternehmen erste ernstzunehmende Bodensignale

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Ethereum an der Spitze in einem Sektor, der „den nächsten Bullenmarkt anführen wird“
Foto: JarTee/Shutterstock

Ist der Boden bei Ethereum (ETH) in Sicht? Das Analyseunternehmen CryptoQuant erkennt einige hoffnungsvolle Signale, etwa einen Kurs, der unter dem durchschnittlichen Kaufpreis liegt. Dennoch warnen die Analysten: Noch stehen nicht alle Indikatoren auf Grün.

Zusammengefasst

  • Der aktuelle Ethereum-Kurs von rund 1.900 US-Dollar liegt etwa 17 Prozent unter dem „realisierten Preis“ von 2.304 US-Dollar. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Preis, zu dem alle ETH jemals gekauft wurden.

  • Von den fünf Indikatoren, die CryptoQuant zwischen Ethereum und Bitcoin vergleicht, deuten zwei auf einen möglichen Boden hin.

  • Die Nachfrage großer Investoren nach Ethereum im Verhältnis zu Bitcoin nimmt seit Ende Juni wieder leicht zu.

Ethereum-Kurs unter dem durchschnittlichen Kaufpreis

Laut einer Analyse von CryptoQuant könnte Ethereum derzeit unterbewertet sein. Die Analysten stützen sich dabei auf den „realisierten Preis“, also den durchschnittlichen Preis, zu dem alle Coins in der Vergangenheit den Besitzer gewechselt haben.

Dieser Wert kann als durchschnittlicher Kaufpreis des gesamten Marktes betrachtet werden.

Derzeit wird Ethereum bei rund 1.900 US-Dollar gehandelt, während der realisierte Preis bei 2.304 US-Dollar liegt. Der aktuelle Kurs liegt damit etwa 17 Prozent unter dem Durchschnittspreis, den Anleger bezahlt haben.

CryptoQuant weist darauf hin, dass sich der Kurs in einer Zone befindet, die historisch häufig einen Marktboden markierte. Von einem solchen Niveau aus gab es in der Vergangenheit oft Spielraum für Kursanstiege.

Verhältnis zu Bitcoin hat sich abgekühlt

Ein weiterer Indikator misst, ob Ethereum im Vergleich zu Bitcoin „teuer“ oder „günstig“ ist. Während Ethereum im August 2022 noch relativ teuer war, hat sich dieses Verhältnis inzwischen deutlich abgekühlt.

Laut der Analyse ist das aktuelle Niveau jedoch noch nicht niedrig genug, um von einem Bodensignal zu sprechen. Die Situation hat sich zwar verbessert, deutet aber noch nicht auf eine Trendwende hin.

Auch der Verkaufsdruck scheint nachzulassen. Im Verhältnis zu Bitcoin werden weniger Ether an Börsen geschickt, um verkauft zu werden. Ein entsprechender Indikator fiel von über 1,5 im August 2022 auf etwa 0,8. Dennoch ist dies noch nicht das Niveau, das in der Vergangenheit als Bodensignal galt.

Handelsvolumen deutet auf möglichen Boden hin

Auch bei der Handelsaktivität ist eine Abkühlung zu erkennen. Das wöchentliche Handelsvolumen von Ethereum im Verhältnis zu Bitcoin sank von einem Verhältnis von 1,75 auf rund 0,5.

Laut CryptoQuant ist ein Wert von 0,5 historisch betrachtet häufig ein Niveau gewesen, das einen Boden für den ETH/BTC-Kurs markierte. Damit befinden sich nun zwei der fünf Indikatoren, die das Unternehmen beobachtet, auf einem „Bodenniveau“.

Die übrigen drei Signale zeigen zwar ebenfalls Verbesserungen, deuten jedoch noch nicht auf einen endgültigen Boden hin. Ein vorsichtig positives Zeichen kommt von börsengehandelten Fonds (ETFs).

Das Verhältnis der Ethereum-Positionen zu den Bitcoin-Positionen in diesen Fonds steigt nach einem Rückgang seit Ende Juni 2023 wieder leicht an.

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