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Im vergangenen Monat zeigte Ethereum (ETH) kurzzeitig das, worauf viele Trader gehofft hatten: einen überzeugenden Ausbruch mit dem Gefühl, dass der nächste Schritt nach oben eingeleitet war.
Doch dieser Optimismus hielt nicht lange an. Der Kurs ist mittlerweile deutlich zurückgefallen, und was zunächst wie ein gesunder Ausbruch aussah, entpuppt sich zunehmend als klassische „Bull Trap“.
Hinter dieser fehlgeschlagenen Bewegung steht eine Kombination aus starker Verkaufsaktivität und abnehmender Nachfrage.
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Ethereums Bull Trap: Ein Rückgang von 16 Prozent
Eine klassische Bull Trap beschreibt einen scheinbaren Ausbruch, der Anlegern vorgaukelt, dass ein Aufwärtstrend beginnt – nur um dann schnell in einen Rückschlag zu kippen.
Mitte Januar brach Ethereum aus einem sogenannten „Inverse Head-and-Shoulders“-Muster aus – einer Formation, die oft als Zeichen für eine Trendwende nach oben gewertet wird.
Der Kurs zog an, und zunächst schien alles zu passen: Das Marktgefühl verbesserte sich, große Investoren stiegen ein.
Doch direkt unterhalb von 3.500 US-Dollar war plötzlich Schluss. Nicht etwa wegen fehlender Käufer, sondern wegen einer überwältigenden Verkaufswand, die einen weiteren Anstieg verhinderte.
Daten zeigen, dass im Bereich zwischen 3.490 und 3.510 Dollar zuvor rund 1,19 Millionen ETH gekauft wurden. Bei einem Durchschnittspreis von etwa 3.500 Dollar entspricht das einem Volumen von über 3,4 Milliarden Euro.
Sobald sich der Kurs dieser Zone näherte, nutzten viele Anleger die Gelegenheit, um mit einem blauen Auge auszusteigen. Rund um 3.407 Dollar entstand dadurch massiver Verkaufsdruck – und der Ausbruch wurde jäh gestoppt.
So wurde aus der Kursrallye eine klassische Bull Trap. Ethereum drehte nach unten ab und liegt mittlerweile fast 16 Prozent unter dem Hoch nach dem Ausbruch.
Zum Zeitpunkt dieses Artikels notiert Ethereum bei 2.896 Dollar bzw. 2.446 Euro. Aus technischer Sicht ist der Kurs damit wieder in das alte Kursband zurückgefallen – das positive Chartmuster hat damit einen Großteil seiner Aussagekraft verloren.
Wale kaufen – ETF-Mittelabflüsse nehmen zu
Was diese Entwicklung besonders interessant macht, ist das Verhalten der sogenannten „Wale“. Diese großen Ethereum-Halter verhielten sich genau so, wie man es in einem bullischen Szenario erwarten würde.
Seit Mitte Januar erhöhten sie ihre Bestände um über 1 Million ETH – ein Volumen von rund 2,5 Milliarden Euro. Auch als der Kurs bereits zu fallen begann, setzten sie ihre Akkumulation fort.
Doch selbst das konnte den Trend nicht umkehren. Der Grund liegt außerhalb der On-Chain-Daten: Die Ethereum-ETFs wechselten plötzlich die Richtung.
Während es in der Woche vor dem Ausbruch noch starke Zuflüsse gab, kam es kurz darauf zu Nettoabflüssen in Höhe von über 500 Millionen Euro.
Diese anhaltende Verkaufsbelastung durch die ETFs fiel zeitlich genau mit der massiven Verkaufswand zusammen – und drückte Ethereum endgültig in die Knie.
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