Gino Presti Gino Presti
3 min. Lesedauer

Zu viele Zocker mit geliehenem Geld: Bitcoin-Markt ist sehr instabil

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Ein Bild von einem volatilen Kurs mit einer ganzen Reihe von technischen Indikatoren für den Preis der Aktie oder der Kryptowährung.

Foto: Nokwan007 / Shutterstock.com

Neue Daten zeigen, dass sich Bitcoin möglicherweise in der frühen Phase einer Kapitulation befindet, also dem Tiefpunkt des Marktes. Verschiedene Marktindikatoren zeigen übermäßige Hebelpositionen, sinkende Gewinnmargen bei Kurzfristhaltern und einen starken Rückgang des Open Interest. Alles Signale, die zuvor historische Korrekturen einleiteten.

Bitcoin-Optionen über 2,1 Milliarden Euro laufen heute ab
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Hebel steigt, Bitcoin-Kurs bleibt still

Das Verhältnis zwischen offenen Handelspositionen und Kurs ist auf über zehn Prozent gestiegen, was bedeutet, dass viele Positionen eröffnet wurden, ohne dass sich der Kurs mitbewegt. Das deutet auf einen Markt hin, der stark auf Hebelwirkung setzt.

In früheren Zyklen gingen solche Werte oft Perioden schnellen Deleveraging voraus – bei dem Positionen geschlossen werden und Kurse zeitweise einbrechen. Der Vorteil hiervon ist, dass der Markt bereinigt wird und möglicherweise wieder zur Ruhe kommen und sich erholen kann.

Laut On-Chain-Daten ist das gesamte Open Interest in Bitcoin-Futures an einem Tag um mehr als zehn Milliarden Dollar – umgerechnet mehr als 8,5 Milliarden Euro gesunken. Solche Rückgänge deuten meist auf großangelegte Liquidationen oder den Abbau riskanter Positionen hin.

Die enorme rote Kerze zeigt, wie auf einen Schlag über zehn Milliarden Dollar an offenen Positionen verschwanden. Quelle: Glassnode
Die enorme rote Kerze zeigt, wie auf einen Schlag über zehn Milliarden Dollar an offenen Positionen verschwanden. Quelle: Glassnode

Kurzfristanleger minimal unter Wasser

Der STH-NUPL Indikator, der misst, ob aktuelle Käufer durchschnittlich Gewinn oder Verlust machen, steht bei rund -0,02. Das deutet darauf hin, dass diese Gruppe durchschnittlich aber nur minimal Verlust erleidet.

In früheren Zyklen begann tatsächliche Kapitulation meist erst bei Werten zwischen -0,1 und -0,2, aber dennoch ist der Trend fallend. Quelle: Tradingview
In früheren Zyklen begann tatsächliche Kapitulation meist erst bei Werten zwischen -0,1 und -0,2, aber dennoch ist der Trend fallend. Quelle: Tradingview

Wenn Kurzfristhalter Verluste machen und Hebelniveaus hoch bleiben, entsteht oft eine fragile Marktsituation. Kleine Kursbewegungen können plötzliche Verkaufswellen auslösen.

Kryptoplattform stoppt Auszahlungen nach Bitcoin-Crash
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Was bedeutet das für Krypto-Anleger?

Der Markt befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen strukturellen Zuflüssen aus ETFs und kurzfristiger Spekulation auf Derivate. Solange der Hebel hoch bleibt und die Rentabilität aktueller Käufer negativ ist, bleibt das bearishe Szenario präsent.

Für Langfristanleger kann eine Kapitulationsphase durchaus Chancen bieten, aber es erfordert Disziplin und Liquidität, um Schwankungen auszusitzen. Die kommenden Wochen werden entscheidend: Entweder Bitcoin erholt sich ab der 100.000-Zone, oder der Markt rutscht weiter in Richtung eines echten Resets.

Zuvor hast du gelesen, dass die Angst unter Bitcoinern jetzt so hoch ist wie während des Krypto-Crashs von vor fast zwei Wochen.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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