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Woo: „Der Staat könnte Unternehmen zwingen, ihre Bitcoin abzugeben“

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Woo: „Der Staat könnte Unternehmen zwingen, ihre Bitcoin abzugeben“

Foto: Hadrian / Shutterstock.com

Das Interesse von Unternehmen an Bitcoin (BTC) nimmt rasant zu und zählt zu den wichtigsten Treibern des jüngsten Erfolgs der Kryptowährung. Doch bringt diese Entwicklung auch Risiken mit sich? Laut Analyst Willy Woo ja. Er warnt, dass die wachsenden Bitcoin-Bestände in Unternehmenshand langfristig zu einem Szenario führen könnten, das an die Goldnationalisierung im Jahr 1971 erinnert.

Bitcoin-Firma verkauft BTC im Wert von 1,1 Mrd. Dollar
Bitcoin-Firma verkauft BTC im Wert von 1,1 Mrd. Dollar

Goldstandard und Bitcoin

Eine der bedeutendsten Trends im Jahr 2025 war die massive Bitcoin-Akkumulation durch Unternehmen. Während MicroStrategy unter Michael Saylor lange eine Ausnahme bildete, besitzen heute Hunderte Firmen eigene Bitcoin-Reserven.

Laut Daten von Galaxy Research halten Unternehmen inzwischen mehr als 85 Milliarden Euro in Kryptowährungen. Allein Konzerne wie MicroStrategy besitzen zusammen 791.662 BTC im Wert von rund 79,5 Milliarden Euro – das entspricht 3,98 % des zirkulierenden Angebots.

Woo sieht darin eine potenzielle Schwachstelle. Auf einer Konferenz zog er eine Parallele zum Jahr 1971, als US-Präsident Richard Nixon den Goldstandard aufhob und damit die Bindung des Dollars an Gold beendete.

Da Gold damals überwiegend in den Händen von Staaten und Zentralbanken lag, genügte eine politische Entscheidung, um das gesamte Geldsystem zu verändern – bekannt geworden als „Nixon-Schock“.

Unternehmen zentralisieren Bitcoin?

Woo warnt, dass Regierungen in Krisenzeiten ähnlich handeln könnten, wenn große Unternehmen signifikante Teile des Bitcoin-Angebots kontrollieren. Sie könnten Firmen zwingen, ihre Bestände abzugeben oder zentral zu lagern – womit Bitcoin de facto wieder von einer zentralen Macht kontrolliert würde.

„Wenn der US-Dollar strukturell geschwächt wird und China aufsteigt, könnte die US-Regierung beschließen, Unternehmen mit großen Bitcoin-Reserven ein Angebot zu unterbreiten“, erklärte Woo. „Daraufhin könnten diese Bestände zentral gespeichert werden, was eine Wiederholung der Geschichte von 1971 bedeuten würde.“

Die institutionelle Adoption von Bitcoin fördert somit eine Art Zentralisierung – und widerspricht damit dem dezentralen Grundgedanken der Kryptowährung.

Was passiert mit Bitcoin, wenn Öl- und Gaspreise steigen?
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Risiko und Chance zugleich

Trotz seiner Bedenken sieht Woo die institutionelle Beteiligung nicht ausschließlich negativ. Sollte Bitcoin den US-Dollar verdrängen, Gold übertreffen und zu einem neuen monetären Standard werden (Hyperbitcoinization), sei die breite Akzeptanz durch Unternehmen und Institutionen unverzichtbar.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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