Gino Presti Gino Presti
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Wird die US-Notenbank den Bitcoin-Kurs bald explodieren lassen?

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Das musst du über den Zinsentscheid der US-Notenbank wissen

Foto: Jose Mario Bertero/Shutterstock

Die US-Notenbank (Federal Reserve) scheint bald mit dem sogenannten Quantitative Tightening-Programm (QT) aufzuhören. Das sagte Vorsitzender Jerome Powell letzte Woche in einer Rede. Damit deutet die US-Notenbank einen neuen Wendepunkt in ihrer Geldpolitik an, nachdem sie seit 2022 damit beschäftigt ist, die enorme Bilanz wieder zu verkleinern.

Einige fragen sich sofort: Bedeutet dies das Ende von QT und die Rückkehr von Quantitative Easing (QE)? Mit anderen Worten, wird der Geldhahn wieder aufgedreht? Die Wahrscheinlichkeit dafür scheint vorerst gering, aber das Signal ist wichtig.

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Was ist QT und warum hört die Fed damit auf?

Während der Corona-Jahre kaufte die Fed Staatsanleihen im Wert von über 5 Billionen Dollar auf. Diese Politik, besser bekannt als QE, pumpte Liquidität in das Finanzsystem und half, die Finanzmärkte aufrechtzuerhalten.

Im Jahr 2022 kehrte die Bank diese Politik um: Anleihen wurden nicht länger verlängert oder sogar verkauft, wodurch Geld aus dem System verschwand, der Prozess, den wir QT nennen.

Dieses Abbauprogramm läuft inzwischen auf sein Ende zu. Powell sagte letzte Woche, dass die Fed „innerhalb einiger Monate“ den Punkt erreicht, an dem sie das Auslaufen von Anleihen stoppt. Auf Deutsch: QT ist fast vorbei.

Der Grund? Die Menge an Bankreserven, das Geld, das Geschäftsbanken bei der Fed halten, ist auf ein Niveau gesunken, das laut Ökonomen „knapp“ zu werden beginnt.

Sobald die Reserven zu niedrig werden, können Spannungen im sogenannten Repo-System entstehen, dem Herz der kurzfristigen Finanzierung zwischen Banken. Eine solche Situation ereignete sich auch im September 2019, als Geldmärkte plötzlich austrockneten und die Fed dringend eingreifen musste.

„Einige Signale deuten darauf hin, dass sich die Liquiditätsbedingungen zu verschärfen beginnen“, sagte Powell. Eine Pause bei QT würde dieses Problem lindern.

Was bedeutet dies für die Märkte?

Die kurzfristige Auswirkung wird wahrscheinlich begrenzt bleiben. Die Fed hat das Tempo von QT in den letzten Monaten bereits deutlich verlangsamt, wodurch der Effekt einer vollständigen Einstellung gering ist.

Dennoch sehen viele Analysten es als leicht positives Signal für risikoreiche Anlagen wie Aktien, Gold und Bitcoin. Eine weniger knappe Liquidität kann den Marktatem etwas erweitern.

Das gesagt: Eine Wiederholung des „Turbo-QE“ aus 2020, als die Fed massiv Geld in das System pumpte, scheint ausgeschlossen. Solange keine schwere Rezession, kein Krieg oder keine Bankenkrise ausbricht, bleibt die Politik wahrscheinlich gemäßigt.

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Was macht die Fed danach?

Laut einer Studie der Federal Reserve Bank of New York aus 2024 ist der Plan, die Bilanz in Zukunft wieder langsam wachsen zu lassen, im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum. Das würde auf eine „Schneckentempo“-Strategie hinauslaufen, eine langsame, stabile Expansion.

Interessant ist, dass einige Fed-Direktoren erwägen, die Zusammensetzung dieser Bilanz anzupassen. Sie würden weniger langfristige Staatsanleihen halten wollen und mehr kurzfristige Schuldpapiere kaufen wollen.

Das bedeutet, dass die Bilanz zwar wächst, aber ohne den starken Liquiditätsimpuls, den frühere QE-Runden gaben. Anders gesagt: Die Geldmenge steigt, aber der „risikofreie“ Teil des Marktes erhält nicht die gleiche Unterstützung wie in früheren Jahren.

Was bedeutet dies für Bitcoin und Krypto?

Für den Kryptomarkt ist der Schritt der Fed vor allem ein Signal über Liquidität. QT ist eine Bremse für Kapitalströme; das Ende davon nimmt etwas Druck vom Kessel. Das kann günstig sein für Vermögenswerte, die empfindlich auf Liquiditätsbewegungen reagieren, wie Bitcoin und Ethereum.

Dennoch bleibt Vorsicht geboten. Solange die Fed ihre Politik lediglich „neutralisiert“, anstatt sie erneut zu lockern, ist die Chance auf eine starke Liquiditätswelle begrenzt. Der Bitcoin-Kurs könnte also erst dann wirklich profitieren, wenn die Notenbank wieder tatsächlich Geld in die Wirtschaft pumpt.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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