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Bitcoin (BTC) scheint sich langsam von einer turbulenten Phase zu erholen. Nach Wochen scharfer Rückgänge und Unruhe auf den globalen Finanzmärkten zieht der Kurs allmählich wieder an.
Anleger fragen sich nun, ob dies der Beginn einer neuen Erholungsphase ist oder lediglich eine kurze Verschnaufpause in einem Abwärtstrend. Eine zentrale Grafik könnte helfen, diese Frage zu beantworten.
Bitcoin stand in den letzten Wochen stark unter Druck
In den vergangenen Wochen durchlief Bitcoin eine schwierige Phase. Mehrere Faktoren führten zu deutlichen Kursverlusten:
- Der Goldpreis entwickelte sich stark, was Zweifel an der Rolle von Bitcoin als digitales Gold aufkommen ließ. Inzwischen scheint die Goldrally jedoch etwas nachzulassen, wodurch Bitcoin womöglich wieder Boden gutmachen kann.
- Die Spannungen auf den US-Kreditmärkten schüren Sorgen vor einer neuen Bankenkrise. Auch wenn die Lage derzeit noch unter Kontrolle scheint, unterstützt das Bitcoin nicht.
- Die Aktienkurse von Unternehmen, die Bitcoin halten, geraten unter Druck. Das erschwert es ihnen, zusätzliche BTC zu kaufen – was die Nachfrage sinken lässt.
- Viele Investoren vertrauen auf den vierjährigen Bitcoin-Halving-Zyklus und vermuten, dass sich der Kurs nahe eines Zyklus-Hochs befindet.
- Langjährige Halter („Old Hands“) verkaufen derzeit vermehrt ihre Bitcoins, was zusätzlichen Druck auf den Kurs ausübt.
Eine wichtige Grafik zu Bitcoin und Risikobereitschaft
Trotz dieser Herausforderungen gibt es Anzeichen für Licht am Ende des Tunnels.
Einige Daten deuten darauf hin, dass Anleger weiterhin risikobereit sind und Vertrauen in die Zukunft haben – insbesondere eine bestimmte Grafik liefert hierzu interessante Erkenntnisse.
Die folgende Grafik von Analyst Caleb Franzen zeigt die relative Entwicklung von kleinen Wachstumsaktien (IWO) im Vergleich zu kleinen Substanzwerten (IWN).
Wenn Wachstumsaktien besser abschneiden als Substanzwerte, deutet das in der Regel darauf hin, dass Anleger bereit sind, mehr Risiko einzugehen – ein Zeichen für Vertrauen in die wirtschaftliche Zukunft.
Aus der Grafik geht hervor, dass Wachstumsaktien seit der zweiten Hälfte des Jahres 2022 besser performen als Substanzwerte. Das begann noch während des Bärenmarkts, markierte jedoch den Übergang zur Erholung, die 2023 einsetzte.
Seitdem scheint das Vertrauen der Anleger langsam zurückzukehren. Solange dieser Trend anhält, darf auch Bitcoin auf eine Fortsetzung des Bullenmarkts hoffen.

Kleine Wachstumsaktien versus kleine Substanzwerte. Quelle: Cubic Analytics
Warum ist diese Entwicklung positiv?
Wachstumsaktien stammen oft von Unternehmen mit innovativen Technologien oder neuen Geschäftsmodellen, die noch keine oder nur geringe Gewinne erzielen.
Substanzwerte hingegen gehören zu etablierten Unternehmen mit konstanten, wenn auch meist moderaten Gewinnen. Wenn das wirtschaftliche Umfeld unsicher ist, bevorzugen Investoren häufig Substanzwerte, da diese als stabiler gelten.
In Phasen des Vertrauens fließt Kapital hingegen in Wachstumswerte – und schafft damit auch ein günstiges Umfeld für risikobehaftete Anlagen wie Bitcoin.
Der aktuelle Trend zeigt, dass Anleger weiterhin bereit sind, in risikoreiche, wachstumsorientierte Unternehmen zu investieren. Das spricht dafür, dass das für Bitcoin vorteilhafte Marktumfeld noch nicht verschwunden ist.
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