Gino Presti Gino Presti
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Topbanker: „Finanzkrise wie 2008 steht bevor“ – auch für Krypto?

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S&P 500 signalisiert: Risikobereitschaft bleibt – positiv für Bitcoin

Foto: PJ McDonnell / Shutterstock.com

Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England, warnt vor einem Finanzcrash, der an 2008 erinnert. Obwohl die heutige Situation nicht exakt der von vor siebzehn Jahren gleicht, gibt es durchaus Parallelen. Die Risiken, die damals im Bankensystem steckten, haben sich heute auf die Schattenseiten der Finanzwelt verlagert.

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Kommt eine neue Finanzkrise?

Andrew Bailey ist nicht der optimistischste Banker dieses Moments. Auf X verbreitet sich seine Warnung vor einer Finanzkrise wie ein Lauffeuer:

Die Schattenseite der Finanzwelt

Diese Welt nicht börsennotierter Kreditgeber ist zu einem Markt von über einer Billion Dollar angewachsen. Sie ist Teil eines Modells, das erschreckend stark an 2008 erinnert. Das System zeigt besorgniserregende Merkmale. So ist zu viel geliehenes Geld im Umlauf, es gibt zu wenig Transparenz über die tatsächlichen Risiken und einen hartnäckigen Glauben, dass clevere Finanztrickserei schlechte Kredite verschleiern kann.

Laut Bailey zeigen die Insolvenzen von First Brands und Tricolor, dass etwas im Finanzsystem schiefläuft. Private-Credit-Fonds, auch Private Debt Funds genannt, spielen dabei eine wichtige Rolle. Dies sind Investmentfonds, die Geld an Unternehmen außerhalb des traditionellen Bankensektors verleihen.

Viele Private-Credit-Fonds leihen sich selbst Geld für kurze Zeit, vergeben dieses Geld aber als langfristige Kredite, die sie nicht einfach zurückholen können. Das ist gefährlich, denn genau ein solches Ungleichgewicht trug 2008 zur Finanzkrise bei.

Der Unterschied zu früher ist, dass sich diese Risiken nicht mehr innerhalb der Banken selbst abspielen, sondern außerhalb. Denke beispielsweise an Private-Credit-Fonds. Dies sind Investmentfonds, die selbst Geld bei Investoren einsammeln und dieses anschließend an Unternehmen verleihen, an den Banken vorbei.

Dennoch bleiben die Verbindungen zu Banken eng verwoben. Banken sorgen oft noch immer für einen Teil der Finanzierung. Sie versichern die Risiken (hedgen) und kaufen die sichersten Teile (Senior Tranches) der Kredite, die diese Fonds ausgeben.

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Warnung an Aufsichtsbehörde

Baileys Aufruf, „die Kanaldeckel hochzuheben“, ist eine direkte Warnung an die Aufsichtsbehörden. Er fordert sie auf, die Verbindungen jetzt zu erfassen und nicht erst, wenn es zu spät ist.

Der Banker macht sich Sorgen, weil sich das aktuelle Kreditsystem größtenteils außerhalb der traditionellen Banken abspielt, aber dennoch von denselben Geldströmen abhängig ist. Dadurch kann sich ein Problem bei Private-Credit-Fonds schnell auf das gesamte Finanzsystem ausbreiten. Dies geschah bereits 2008 bei der amerikanischen Hypothekenkrise. In einer aktuellen Rede sagte Bailey Folgendes:

„Die Schattenfinanzierung ist nicht vom Bankensystem abgekoppelt, sie ist eine Verlängerung davon.“

Der nächste Schock kommt aus den privaten Märkten

Laut Bailey ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der nächste Finanzschock nicht von den großen Banken ausgeht, sondern von privaten Märkten, die an der Oberfläche sicher erscheinen, weil sie nie in einem Umfeld mit höheren Zinsen getestet wurden. Dies sind Finanzmärkte, auf denen Unternehmen und Investoren direkt miteinander handeln, ohne Zwischenschaltung der Börse oder Banken.

Solange Geld billig war, funktionierte das Modell. Fonds liehen sich günstig am kurzen Markt und vergaben teure Kredite an Unternehmen mit niedrigerer Kreditqualität. Aber jetzt, da die Zinsen strukturell höher liegen und das Wirtschaftswachstum sich verlangsamt, geraten diese Annahmen unter Druck.

Wenn die Zahl der Zahlungsausfälle weiter zunimmt, entsteht ein neues Problem. Gerade die Fonds, die als Alternative zu Banken gedacht waren, entpuppen sich möglicherweise als neues Epizentrum der Instabilität.

Ein Echo von 2008

Die Parallelen zur Kreditkrise von 2008 sind nicht zufällig. 2008 waren es vor allem Hypothekenbanken und komplizierte Finanzprodukte, die die Risiken verborgen hielten, sodass Aufsichtsbehörden zu spät eingriffen.

Nun drohen Direct-Lending-Fonds (Fonds, die direkt Geld an Unternehmen verleihen) und CLOs (Pakete von Unternehmenskrediten, die weiterverkauft werden) dasselbe Problem zu verursachen. Sie machen Risiken praktisch unsichtbar, bis es schiefgeht.

Laut Bailey liegt das größte Risiko heutzutage nicht mehr bei den gewöhnlichen Banken, sondern bei dem komplizierten Netzwerk privater Kreditfonds, das darum herum entstanden ist.

Was sind die Folgen für den Kryptomarkt?

Wenn das oben genannte System zusammenbricht, hat das wahrscheinlich Auswirkungen auf die gesamte Finanzwelt. Auch für den Kryptomarkt gibt es Konsequenzen. In einer Krisensituation flüchten Investoren oft in sichere Anlagen wie Staatsanleihen oder den US-Dollar. Gleichzeitig verkaufen sie risikoreichere Vermögenswerte wie Aktien und Krypto. Dadurch sinkt die Nachfrage nach Bitcoin, was den steigenden Trend (Bullenmarkt) stoppen oder sogar umkehren kann.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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