XRP zeigt Stärke bei 1,70 € - bleibt aber gefährdet

3 Min. Lesedauer
08. Dez. 2025, 12:28

Zwei Kräfte halten XRP derzeit im Griff. Auf der einen Seite verkaufen große Tokenhalter Millionen von XRP, auf der anderen Seite fließt weiterhin auffallend viel Geld über institutionelle Kanäle hinein.

Das Ergebnis ist ein Kurs, der um das psychologische Niveau von 2 US‑Dollar, umgerechnet 1,70 Euro, verharrt. Wie lange dauert es noch, bis eine Partei die Oberhand gewinnt?

XRP zeigt Stärke bei 2 Dollar

Der Kurs von XRP befindet sich in einem starken Abwärtstrend. Im vergangenen Monat ist der Wert der Münze um mehr als 10 Prozent gefallen. Dennoch hat XRP vor einigen Tagen erneut Unterstützung bei 2 Dollar gefunden.

Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt XRP bei 2,09 Dollar, deutlich über dem psychologischen Preisniveau. Dennoch droht weiterer Preisrückgang, da der Kurs sich der Abwärtstrendlinie nähert, die gewöhnlich starken Widerstand bietet.

XRP/USD Tageschart mit Abwärtstrendlinie und Unterstützungsniveau. Quelle: La_Flamenca via TradingView

2 Dollar ist ein wichtiges psychologisches und technisches Preisniveau. Verliert XRP dieses, ist ein weiterer Rückgang wahrscheinlich.

Um endgültig aus dem Griff der Abwärtstrendlinie auszubrechen, muss XRP mehr als 2,11 Dollar wert sein und bleiben.

Institutionelles Interesse stützt den XRP‑Kurs

Ein wichtiger Impuls für den Kurs von XRP ist die institutionelle Kaufkraft. XRP ist seit Kurzem an der Börse als Spot‑Börsenfonds handelbar, ein sogenanntes Exchange‑Traded Fund (ETF).

Damit ist XRP für traditionelle Anleger an der Börse verfügbar.

Mit einem ETF investieren Anleger nicht direkt in XRP, sondern in einen Fonds, der für sie investiert. Dies macht die Investition sicherer, einfacher und für ein breiteres Publikum zugänglich.

Mit der Einführung der ersten Spot‑ETFs in den Vereinigten Staaten hat XRP mehrere Rekorde gebrochen, und der Kapitalzufluss bleibt stark.

Die ETFs sind nun seit etwa einem Monat handelbar und verwalten bereits insgesamt rund 770 Millionen Euro, wie Daten von SoSoValue zeigen.

Große XRP‑Händler verkaufen massiv

Institutionelle Anleger fangen einen großen Teil des Verkaufsdrucks ab, mit dem XRP schon länger zu kämpfen hat. Privatanleger verkaufen nämlich stark, was sich negativ auf den Kurs auswirkt.

Der technische Analyst Ali Martinez teilt auf „X“ mit, dass vermögende XRP‑Händler, sogenannte „Whales“, in der vergangenen Woche nicht weniger als 510 Millionen XRP verkauft haben.

In diesem Zeitraum ist XRP dennoch um mehr als 1,5 Prozent gestiegen, was darauf hindeutet, dass die Kaufkraft aus dem institutionellen Markt bislang stark genug ist.

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