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Top-Ökonom warnt: „Niedrige Zinsen schwächen die Wirtschaft.“

Larry Summers sieht Bitcoin als Reaktion auf gescheiterte Geldpolitik

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Top-Ökonom warnt: „Niedrige Zinsen schwächen die Wirtschaft.“

Foto: Cyber Kristiyan/Shutterstock

Larry Summers, ein renommierter US-amerikanischer Ökonom, äußerte 2019 eine kontroverse These zu den langfristigen Auswirkungen niedriger Zinsen. Er sagte:

„Werden Zentralbanker nicht in Betracht ziehen, dass extrem niedrige Zinsen die Gesamtnachfrage möglicherweise verringern, während sie gleichzeitig finanzielle Instabilität, Bankrottwellen, die Vermehrung von Zombieunternehmen und eine sinkende wirtschaftliche Dynamik fördern?“

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Widerspricht das nicht der Intuition?

Auf den ersten Blick scheint diese Aussage kontraintuitiv: Niedrige Zinsen sollen doch Investitionen und Konsum ankurbeln, da das Leihen von Geld günstiger wird. Summers argumentiert jedoch, dass diese Politik auf lange Sicht die Wirtschaft schwächen könnte.

Bei dauerhaft niedrigen Zinsen suchen Anleger verstärkt nach Rendite und ignorieren dabei oft die Risiken. Dies begünstigt die Entstehung von Zombieunternehmen – Firmen, die nur aufgrund extrem niedriger Finanzierungskosten überleben. Diese Unternehmen blockieren Kapital und Arbeitskräfte, die produktiveren und innovativeren Projekten zugutekommen könnten.

Summers bezieht sich auf das Konzept der kreativen Zerstörung des Ökonomen Joseph Schumpeter. Laut diesem Prinzip sind Insolvenzen notwendig, um schwache Unternehmen auszusortieren und Platz für stärkere Marktteilnehmer zu schaffen. Niedrige Zinsen verhindern diesen Prozess, was langfristig die wirtschaftliche Dynamik einschränkt.

Gibt es Alternativen?

Die Kritik an Summers’ These ist ebenso stark:

  • Hätten Zentralbanken während der Finanzkrise 2008 oder der COVID-19-Pandemie einfach abwarten sollen?
  • Sind niedrige Zinsen nicht der einzige Weg, eine tiefe Rezession oder Depression zu verhindern?

Das lockere Geldpolitikkonzept der Zentralbanken hat auch zur Popularität von Bitcoin beigetragen. Ohne das Risiko von Inflation und Wertverlust, das durch niedrige Zinsen verstärkt wird, hätte Bitcoin möglicherweise nicht die Relevanz erreicht, die es heute hat.

Die steigende Relevanz von Bitcoin zeigt, dass viele Menschen zunehmend unter der durch ultra-niedrige Zinsen verursachten Inflation leiden. Solange keine klaren Alternativen existieren, bleibt Bitcoin für viele eine attraktive Absicherung gegen die Schwächen des traditionellen Finanzsystems.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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