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„Niemals verkaufen“ galt jahrelang als das zentrale Mantra von Michael Saylor.
Doch nach einem gigantischen Quartalsverlust von mehr als 12,54 Milliarden US-Dollar (10,69 Milliarden Euro) bricht der weltweit größte Bitcoin-Halter nun offenbar mit diesem eigenen Grundsatz.
Die Nachricht, dass Strategy erstmals einen Verkauf in Betracht zieht, sorgt für erhebliche Unruhe am Markt und setzt den Bitcoin-Kurs unmittelbar unter Druck.
Zusammengefasst
- Strategy könnte seine bisherige „niemals verkaufen“-Strategie bei Bitcoin aufgeben.
- Das Unternehmen erlitt im ersten Quartal einen Verlust von 12,54 Milliarden US-Dollar, nachdem Bitcoin um 23,8 Prozent gefallen war.
- Ein Verkauf könnte notwendig werden, um jährlich rund 1,5 Milliarden US-Dollar an Dividenden und Zinsen zu bedienen.
Strategy vollzieht überraschende Wende: „Bitcoin verkaufen, um Dividenden zu zahlen“
Während der Präsentation der Quartalszahlen ließ Vorstandschef Michael Saylor erstmals erkennen, dass ein Verkauf von Bitcoin nicht mehr ausgeschlossen ist.
Laut Saylor wolle das Unternehmen damit zeigen, dass es auch dann „stabil“ bleibe, wenn Bitcoins verkauft würden.
„Wahrscheinlich werden wir einen Teil unserer Bitcoin verkaufen, um Dividenden auszuschütten.
Einfach damit sich der Markt daran gewöhnt und versteht: Wir haben es getan“, erklärte Saylor.
Gleichzeitig bezeichnete er dies als neuen Bestandteil des Geschäftsmodells:
„Man kauft Bitcoin mit geliehenem Geld, lässt den Wert steigen und verkauft anschließend Bitcoin, um die Dividende zu bezahlen.“
Damit widerspricht er seinen früheren Aussagen deutlich, in denen er stets betont hatte, niemals verkaufen zu wollen.
Milliardenverlust durch fallenden Kurs erhöht den Druck
Der Strategiewechsel folgt auf ein finanziell äußerst schwieriges Quartal, in dem Strategy einen Nettoverlust von 12,54 Milliarden US-Dollar verbuchte.
Der Verlust ist größtenteils buchhalterischer Natur und entstand, weil der Bitcoin-Kurs im ersten Quartal von rund 87.000 US-Dollar auf etwa 68.000 US-Dollar fiel.
Das Unternehmen hält derzeit 818.334 Bitcoin, die zu einem durchschnittlichen Preis von 75.537 US-Dollar pro Coin gekauft wurden. Dadurch ist der Gesamtwert des Portfolios auf dem Papier deutlich gesunken.
Die Ankündigung hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Markt: Die Aktie von Strategy fiel nach Börsenschluss um mehr als 4 Prozent, während der Bitcoin-Kurs unter die Marke von 81.000 US-Dollar rutschte. Inzwischen scheint sich Bitcoin jedoch wieder in Richtung 81.450 US-Dollar zu erholen.
Der Druck auf das Unternehmen bleibt dennoch hoch: Die jährlichen Kosten für Dividenden und Zinsen belaufen sich auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Strategy steht damit vor der Herausforderung, einen Ausgleich zwischen langfristigem Halten und notwendiger Liquidität zu finden.
Bereits Anfang der Woche hatten Analysten vor möglichen negativen Entwicklungen im Vorfeld der Quartalszahlen gewarnt.
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