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Spannungen auf dem Markt für privaten Kredit nehmen schnell zu. Große Vermögensverwalter schränken Auszahlungen aus ihren Fonds ein, die Sorgen über die Qualität von Krediten wachsen, und Analysten warnen vor steigenden Zahlungsausfällen. Das klingt nach einem Nischenproblem – aber die Folgen können weit größer sein. Auch für den Bitcoin-Kurs.
Was ist passiert?
Privater Kredit bezeichnet den Markt, auf dem Unternehmen außerhalb der Börse und abseits traditioneller Bankkredite Finanzierungen aufnehmen. Dieser Sektor wuchs in den vergangenen Jahren explosionsartig, unter anderem weil Anleger in einem Niedrigzinsumfeld nach höheren Renditen suchten.
Jetzt zeigt dieses Modell erste Risse.
Mehrere große Marktteilnehmer haben in den vergangenen Tagen Auszahlungen aus Fonds eingeschränkt, nachdem Anleger mehr Kapital zurückziehen wollten als erwartet. Gleichzeitig wächst die Befürchtung, dass schwächere Unternehmen ihre Schulden nicht mehr tragen können – vor allem, weil die Zinsen hoch geblieben sind und die Wirtschaft sich abkühlt.
Einigen Analysten zufolge könnte die Ausfallquote in Teilen dieses Marktes auf acht Prozent steigen. Das liegt deutlich über dem historischen Durchschnitt von etwa zwei bis 2,5 Prozent.
Warum das wichtig ist
Der Kern des Problems: Viele Kredite wurden in den vergangenen Jahren an Unternehmen vergeben, die in einer Zeit des billigen Geldes florierten. Dazu zählen Softwareunternehmen, kleinere Betriebe und stark gehebelte Übernahmestrukturen.
Jetzt, da Kapital teurer geworden ist, geraten genau diese Unternehmen unter Druck. Dabei werden Probleme nicht immer sofort sichtbar, weil Kreditgeber häufig mit Aufschubkonstruktionen, gelockerten Bedingungen oder zusätzlichen Schulden arbeiten – statt direkte Abschreibungen vorzunehmen. Das wird auch als „amend and pretend“ bezeichnet: Probleme aufschieben statt lösen.
Dadurch kann der Markt länger stabil wirken, als er es tatsächlich ist.
Ist das eine neue Krise wie 2008?
Viele Marktkenner sehen das derzeit noch nicht so. Der entscheidende Unterschied zu 2008 liegt darin, dass der Hebel in diesen Fonds im Allgemeinen niedriger ist als damals bei den Banken. Daher ist eher von einem schmerzhaften Reset als von einer Systemkrise die Rede.
Das bedeutet aber nicht, dass die Lage harmlos ist.
Wenn Kapital in Restrukturierungen gebunden wird und Anleger das Vertrauen verlieren, verschärfen sich die Kreditbedingungen. Und wenn Kredit knapper wird, trifft das die Realwirtschaft.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Für Bitcoin (BTC) ist das vor allem über das breitere Risikosentiment relevant.
- Mehr Stress auf den Kreditmärkten macht Anleger vorsichtiger.
- Vorsichtigere Anleger bauen Risikopositionen ab.
- Dadurch können Aktien und Krypto kurzfristig unter Druck geraten.
- Auch der Bitcoin-Kurs kann dann unter geringerer Liquidität und niedrigerer Risikobereitschaft leiden.
- Kurzfristig ist das also eher negativ für Bitcoin.
Langfristig ist das Bild differenzierter. Sollten die Probleme im privaten Kreditmarkt so groß werden, dass Zentralbanken oder Regierungen erneut eingreifen müssen, könnte das letztlich zu mehr Liquidität im System führen. Und das ist genau das Umfeld, in dem knappe Vermögenswerte wie Bitcoin langfristig wieder profitieren können.
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