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Ein viraler Beitrag in sozialen Medien hat für erhebliche Aufregung gesorgt. Die Behauptung: Die Knappheit von Bitcoin (BTC) sei ein Trugbild geworden. Laut einem Analysten sorgen die vielen Finanzprodukte dafür, dass das Angebot „theoretisch unendlich“ geworden sei. Das klingt wie ein Albtraum für alle, die in Krypto investieren, weil nie mehr als 21 Millionen Coins existieren sollen. Glücklicherweise melden sich nun Experten zu Wort, um diese Theorie zu widerlegen.
Papierhandel ändert nichts am Angebot
Die Angst entsteht durch das explosive Wachstum sogenannter Derivate. Das sind komplexe Finanzkontrakte wie Futures und Optionen, mit denen Händler auf den Kurs spekulieren, ohne die Coins tatsächlich zu besitzen. Der Analyst Robert Kendall behauptet, dass durch diesen „Papier-Bitcoin“ die Knappheit verschwindet. Unsinn, sagen Experten – und die Daten bestätigen das. Sie vergleichen es mit Gold: Auf dem Papier wird hundertmal mehr Gold gehandelt, als tatsächlich in Tresoren liegt – aber das macht physisches Gold nicht weniger selten. Ein Finanzkontrakt kann keine neuen Bitcoins „drucken“. Das harte Limit von 21 Millionen ist im Code verankert, und kein Banker oder Börsenfonds kann daran etwas ändern.
Großer Einfluss auf den täglichen Krypto-Kurs
Obwohl die Anzahl der Coins gleich bleibt, haben diese Papiermärkte durchaus Einfluss. Große Institutionen nutzen Futures und ETFs (börsengehandelte Fonds), um mit Millionen gleichzeitig zu handeln. Dadurch wird der Kurs kurzfristig oft von diesen „Papier“-Händlern bestimmt und nicht von den Menschen, die echte Coins kaufen und aufbewahren. Das sorgt für Schwankungen, berührt aber die Grundlage nicht. Im Gegenteil: Für viele dieser Produkte müssen die Anbieter echte Bitcoins als Sicherheit kaufen. Dadurch verschwinden Coins aus dem Umlauf, was die Knappheit in der Praxis sogar vergrößert.
Die Geschichte, dass Bitcoin seine Knappheit verliert, ist vor allem ein Mythos. Die Finanzprodukte sorgen vielleicht für zusätzliches Rauschen und kurzfristige Kursbewegungen, ändern aber nichts an den Grundregeln. Für den Anleger, der langfristig denkt, bleibt die wichtigste Tatsache bestehen: Die absolute Knappheit ist und bleibt der Kern des Wertes – unabhängig davon, wie viel auf dem Papier spekuliert wird.
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