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Bitcoin (BTC) hat einen neuen Rekord erreicht. Diesmal ist es nicht der Kurs, der einen Rekord aufstellt, sondern die Anzahl der Coins, die als „illiquide“ eingestuft werden. Das bedeutet, dass diese Münzen nicht mehr bewegt werden, weil die Besitzer kaum oder gar nicht verkaufen. Dadurch steigt die Knappheit auf dem Markt.
Trend zum Halten von Bitcoin fördert den Preis
Bitcoin dominiert derzeit den Kryptomarkt. Der Altcoin Season Index liegt bei 16 – das ist deutlich unter der Schwelle von 25, die eine Bitcoin-Saison markiert. Wir befinden uns also voll im Zyklus der größten Kryptowährung. Das „digitale Gold“ ist bei Investoren sehr gefragt.
Doch das ist nicht der einzige Grund für die steigende Knappheit der Münze. Laut Analyseplattform Glassnode ist das illiquide Angebot an Bitcoin inzwischen von 13,9 Millionen Anfang 2025 auf 14,37 Millionen gewachsen. Das sind 72 Prozent, also deutlich mehr als zwei Drittel des gesamten Bitcoin-Angebots.
Das bedeutet, dass immer mehr Bitcoin in Wallets gehalten werden, die selten oder nie verkaufen. Solche Adressen werden oft mit „Hodlern“ in Verbindung gebracht – Investoren, die BTC gezielt langfristig halten, unabhängig von Kursschwankungen.
Knappheit treibt den Bitcoin-Kurs
Dies kann einiges bedeuten. Einerseits zeigt es das Vertrauen in den zukünftigen Wert von Bitcoin. Andererseits heißt es, dass weniger BTC für den Handel verfügbar ist – gerade jetzt, wo die Nachfrage durch institutionelles Interesse und eine wachsende Akzeptanz in neuen Märkten steigt. Ein Rückgang des handelbaren Angebots kann den Bitcoin-Kurs steigen lassen, besonders bei zunehmender Nachfrage.
Analysten sehen darin einen Zusammenhang mit weiteren positiven Signalen. So bleibt der Zufluss in Spot-Exchange-Traded Funds (Börsengehandelte Fonds, ETF) hoch und die Aktivität großer Investoren nimmt zu, während die Zahl der Wallets mit einem Saldo von Null aktuell gesunken ist.
Wettlauf um die letzten BTC
Laut einer neuen Untersuchung von Fidelity Digital Assets wächst die Anzahl der „schlafenden“ Bitcoins aktuell sogar schneller als die tägliche Neuschöpfung von Bitcoin durch Mining.
Seit der Halving im April 2024 kommen im Schnitt etwa vierhundertfünfzig neue Bitcoins pro Tag in Umlauf. Trotzdem fallen täglich etwa fünfhundertfünfzig Coins in die Kategorie „altes Angebot“. Das sind Bitcoins, die bereits mindestens ein Jahrzehnt unberührt geblieben sind. Damit schrumpft das verfügbare BTC-Angebot kontinuierlich und wir steuern auf den Wettlauf um die letzten Bitcoins zu.