Gino Presti Gino Presti
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Kryptomarkt färbt sich blutrot: Das verursacht den Albtraum

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Bitcoin Nachri…
Bitcoin zieht Kapital an, kleine Coins brechen ein

Foto: Artit Wongpradu / Shutterstock

Die Weltpolitik scheint manchmal ein Albtraum zu sein. Mancher Krypto-Anleger erlebt derzeit schlaflose Nächte. Heute verdampften in wenigen Stunden ganze 100 Milliarden Dollar an Wert auf dem Kryptomarkt. Bitcoin ist mittlerweile unter 80.000 Dollar gefallen und auch Altcoins stehen tief im Minus.

Ethereum steht heute fast elf Prozent im Minus, XRP 10,7 Prozent und Solana verzeichnet einen Verlust von 11,7 Prozent. Der größte Verlierer der letzten 24 Stunden ist Worldcoin mit -16,2 Prozent.

Der Krypto-Crash ist wie ein gruseliger Traum, aus dem du schnell aufzuwachen hoffst. Vorerst ist davon jedoch noch keine Rede. Diverse Faktoren sorgen dafür, dass der Kryptomarkt immer weiter absackt.

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Erste Ursache: Liquidationswelle auf dem Kryptomarkt

Der Futures-Markt hat es derzeit schwer. In 24 Stunden wurden Positionen im Wert von fast einer Milliarde Dollar automatisch liquidiert. Hebel-Trader verloren ihre Positionen und damit viel Geld.

Eine Liquidation auf dem Kryptomarkt findet statt, wenn du als Anleger mit geliehenem Geld handelst. Dies ist bekannt als Leverage. Geht der Kurs zu weit gegen dich, greift die Börse ein und schließt deine Position sofort. Nicht weil du das willst, sondern weil die Börse verhindern will, dass der Verlust größer ist als der Einsatz.

Stell dir vor, du legst 1000 Euro ein und eröffnest eine Leverage-Position von 10.000 Euro. Steigt der Kurs, machst du schneller Gewinn. Fällt der Kurs jedoch zu stark, verkauft die Kryptobörse deine Position zwangsweise.

Warum dieser Rückgang besonders heftig ist

Liquidationen machen einen Rückgang oft besonders heftig, denn es handelt sich um erzwungene Verkäufe. Das drückt den Preis weiter nach unten, wodurch noch mehr Hebelpositionen in die Gefahrenzone kommen und ebenfalls liquidiert werden.

So bekommst du eine Kettenreaktion. Der Kurs fällt, Positionen werden zwangsverkauft, der Kurs fällt weiter und es folgen noch mehr Liquidationen.

Gerade deshalb fühlt sich ein Krypto-Crash manchmal an, als gäbe es keinen Boden. Der Preis wird nicht „aufgefangen“. Dieses Szenario zeigt sich heute auf dem Kryptomarkt. Dieser Krypto-Anleger hat die Nase voll, wie aus diesem Post auf „X“ hervorgeht:

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Zweite Ursache: Schlechte Nachrichten aus den Vereinigten Staaten

Die fragile Situation auf dem (Futures-)Markt ist nicht der einzige Grund, warum Krypto so stark unter Druck steht. Auch aus den Vereinigten Staaten kommt zusätzliche Unsicherheit. Dort gibt es einen teilweisen Shutdown, weil das Repräsentantenhaus nicht rechtzeitig über einen Haushaltsdeal abstimmen konnte.

Ein Shutdown bedeutet, dass Teile der Regierung vorübergehend stillstehen, und das sorgt sofort für politisches Rauschen und Zweifel bei Anlegern. In unsicheren Zeiten ziehen viele Händler ihr Geld lieber aus riskanten Anlagen ab, und Krypto steht dann oft ganz oben auf der Liste. Die Folge ist, dass sich das Sentiment verschlechtert. Käufer werden vorsichtiger und jede Verkaufswelle kann schneller zu einem größeren Rückgang werden.

Dritte Ursache: Große Spannungen im Nahen Osten

Die Welt steht in Flammen, an manchen Orten buchstäblich. Heute Nachmittag kamen Berichte über Explosionen an mehreren Orten im Iran herein. Laut iranischen Medien sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen.

Der Kryptomarkt reagiert oft als erster auf solche Nachrichten, weil der Markt 24/7 geöffnet ist. Gerade am Wochenende ist der Effekt oft größer. Der Handel ist dann meist dünner. So sind weniger Käufer und Verkäufer aktiv und die Orderbücher weniger tief.

Dadurch können große Orders oder plötzliche Sentimentwechsel schneller zu starken Kursschwankungen führen, sowohl nach oben als auch nach unten. Das ist etwas, was wir heute auf dem Kryptomarkt sehen.

Was nun?

Das Sentiment unter Krypto-Händlern ist schon länger negativ. Geopolitische Spannungen gießen immer wieder Öl ins Feuer, und der Markt bleibt anfällig, weil viele Trader noch immer Leverage abbauen.

In den kommenden Tagen dreht sich alles um eines: Lässt der Verkaufsdruck nach, oder folgt noch ein zweiter Schlag mit einer Welle neuer Liquidationen? Sowohl die geopolitische Situation als auch Entwicklungen auf dem Kryptomarkt selbst spielen dabei eine Schlüsselrolle.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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