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Unter der Oberfläche der Finanzmärkte beginnt sich etwas zu verschieben.
Kredit-ETFs handeln bereits seit vier Wochen in Folge mit einem Abschlag gegenüber ihrem inneren Wert, dem sogenannten NAV.
Das bedeutet, dass Anleger für einige Anleihenfonds an der Börse weniger zahlen wollen, als die zugrunde liegenden Anleihen auf dem Papier wert wären. Das beobachtet man häufig, wenn der Stress im Kreditmarkt zunimmt.
Die gute Nachricht: Vorerst wirkt es noch geordnet. Das sieht noch nicht nach einer echten Liquiditätskrise wie im März 2020 aus. Aber es ist ein Zeichen dafür, dass Anleger vorsichtiger werden.
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Was zeigt die Grafik?
Die Grafik zeigt die historische Prämie oder den Abschlag verschiedener iShares-Anleihen-ETFs gegenüber ihrem NAV. Anders gesagt: Handelt ein solcher ETF über oder unter dem Wert der zugrunde liegenden Anleihen?
Das sind die wichtigsten Punkte:
- Die meisten Balken schwanken um null: Das ist normal. Ein ETF kann manchmal leicht über oder unter dem inneren Wert handeln.
- Die aktuellen Wochen zeigen häufiger negative Ausschläge: Das bedeutet, dass mehrere Kredit-ETFs derzeit mit Abschlag notieren. Anleger wollen also weniger dafür zahlen als den theoretischen Wert der zugrunde liegenden Kredite.
- Dieses Muster hält nun bereits vier Wochen an: Ein einmaliger Rückgang ist nicht weiter besorgniserregend. Aber vier Wochen in Folge deuten darauf hin, dass strukturell mehr Vorsicht in den Markt einzieht.
- Dennoch gibt es noch keine Panik wie 2020: Während der Corona-Krise im März 2020 stiegen einige ETF-Abschläge auf über minus acht Prozent. So extrem ist es derzeit noch lange nicht.

Warum ist das relevant?
Kreditmärkte sind wichtig, weil sie häufig früher Spannungen anzeigen als Aktienmärkte.
Wenn Anleger nervös gegenüber Unternehmensanleihen werden, sagt das meist etwas über ihr Vertrauen in Wirtschaftswachstum, Unternehmensgewinne und Finanzstabilität aus.
Ein Abschlag bei Kredit-ETFs kann darauf hinweisen, dass Anleger:
- Risiken abbauen wollen.
- Lieber Hedge-Instrumente nutzen, als ihre Anleihen direkt zu verkaufen.
- Befürchten, dass die Liquidität im zugrunde liegenden Markt abnimmt.
Letzteres ist wichtig. Ein ETF ist oft deutlich leichter handelbar als die Anleihen selbst. In unruhigen Zeiten nutzen große Marktteilnehmer den ETF daher als schnellen Ausweg oder Hedge.
Was bedeutet das für Bitcoin?
Für Bitcoin (BTC) ist das vor allem als Signal zur Risikobereitschaft relevant. Wenn der Stress im Kreditmarkt zunimmt, werden Anleger in der Regel defensiver. Und das ist kurzfristig oft kein günstiges Umfeld für Krypto.
Die Logik ist einfach:
- Mehr Kreditstress bedeutet weniger Vertrauen.
- Weniger Vertrauen bedeutet geringere Risikobereitschaft.
- Geringere Risikobereitschaft setzt Aktien und Krypto unter Druck.
- Auch der Bitcoin-Kurs kann dann Schwierigkeiten haben, zuzulegen.
Vorerst ist das also vor allem eine orange Warnleuchte, kein rotes Alarmsignal. Aber genau deshalb ist es interessant: Große Finanzprobleme beginnen oft nicht mit Panik, sondern mit kleinen Rissen im Verborgenen.
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