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Ist Jack Dorsey Satoshi Nakamoto? Murray hat Beweise

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Foto: Frederic Legrand – COMEO/Shutterstock

Bis heute ist unbekannt, wer Satoshi Nakamoto, der mysteriöse Erfinder von Bitcoin (BTC) ist. Trotz zahlreicher Theorien bleibt seine Identität ein Rätsel. Doch Journalist Seán Murray, Chefredakteur der Finanznachrichtenplattform deBanked, glaubt, das Mysterium gelöst zu haben.

Laut ihm deuten neue Hinweise alle in dieselbe Richtung: Jack Dorsey, Mitbegründer von Twitter (heute X) und ehemaliger CEO von Square. Aber hält diese Theorie wirklich stand?

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Dorsey erneut mit Bitcoin-Erfinder in Verbindung gebracht

Murray präsentierte seine Erkenntnisse am 15. Februar in einem Post auf X. Darin legt er eine Reihe auffälliger Verbindungen zwischen Dorsey und Nakamoto dar, die von kryptografischen Hinweisen bis zu persönlichen Daten reichen.

Er hat tief in Dorseys Vergangenheit gegraben und verweist unter anderem auf seine Cypherpunk-Neigungen, die bis ins Jahr 1996 zurückreichen, als er Informatik studierte. So trug er ein RSA-Shirt von Hashcash-Erfinder Adam Back und war von 1997 bis mindestens 1999 Mitglied der Association for Computing Machinery (ACM).

Doch das ist nicht alles. Die allererste Bitcoin-Transaktion fand am 11. Januar statt – dem Geburtstag von Dorseys Mutter. Satoshis letzter geminter Bitcoin-Block wurde am 5. März 2010 verarbeitet – dem Geburtstag von Dorseys Vater. Außerdem meldete sich Satoshi am 19. November im Bitcoin-Forum an – an Dorseys eigenem Geburtstag.

Murray behauptet zudem, dass alle ursprünglichen Bitcoin-Quelldokumente genau um 04:00 Uhr gestempelt wurden – eine Uhrzeit, die einst in Dorseys Twitter-Profil stand.

Weiterhin will Murray herausgefunden haben, dass einige Bitcoin-Adressen durch „Brute-Force“-Methoden generiert wurden, darunter eine, die mit „jD2m“ beginnt. Laut ihm steht das für „Jack Dorsey 2 Mint“, eine Anspielung auf Dorseys alte Adresse in 2 Mint Plaza, San Francisco.

Ein weiteres auffälliges Detail in Murrays Untersuchung ist ein Hack von Satoshis GMX-E-Mail am 8. September 2014. Der Hacker behauptete, Beweise für eine Verbindung zwischen Satoshi und St. Louis, Missouri – Dorseys Geburtsort – zu haben.

Auch soll sich Satoshi am 10. Januar 2009 versehentlich mit einer sichtbaren IP-Adresse aus Kalifornien in einen Internet Relay Chat (IRC) eingeloggt haben – genau dort, wo sich Dorsey damals aufhielt und wo Twitter seinen Sitz hatte.

WikiLeaks und Zensurfragen

Ein weiteres interessantes Detail ist Satoshis Haltung gegenüber WikiLeaks. Am 5. Dezember 2010 forderte Satoshi die Bitcoin-Community auf, keine Bitcoin-Spenden an WikiLeaks zu senden.

Nur neun Tage später, am 14. Dezember, erhielt Twitter eine geheime gerichtliche Anordnung zur Herausgabe von Informationen über WikiLeaks. Dorsey war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr CEO, saß aber noch im Vorstand von Twitter.

Zudem meldete sich Satoshi am 13. Dezember 2010 – einen Tag vor der Twitter-Anordnung – zum letzten Mal im Bitcoin-Forum an. Laut Murray könnte dies ein Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignissen sein.

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Kritik an der Satoshi-Theorie

Damit scheint der Fall klar: Dorsey ist Satoshi Nakamoto. Oder ist es doch nicht so einfach? Verschiedene Nutzer auf X widerlegen die Theorie und argumentieren, dass Satoshi, als Befürworter von zensurfreiem Geld, niemals eine Zensur auf Twitter zugelassen hätte – selbst unter Druck der US-Regierung.

Andere zweifeln daran, dass Satoshi jemals öffentlich ein „Satoshi“-Shirt tragen würde, wie Dorsey es beim Super Bowl 2024 tat. Der bekannte Bitcoin-Cypherpunk Jameson Lopp kritisiert Murrays Spekulationen:

„Wenn du jemanden ohne eindeutige Beweise beschuldigst, bringst du ihn und seine Familie in Gefahr.“

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Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

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