Die Zeiten, in denen Unternehmen Bitcoin lediglich als digitale Reserve hielten, scheinen vorbei zu sein. Immer mehr Firmen verkaufen einen Teil oder sogar ihren gesamten Bitcoin-Bestand – und das aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Dieser Trend wurde von Matthew Sigel, Leiter der Digital-Assets-Research-Abteilung beim Vermögensverwalter VanEck, in einem Beitrag auf X hervorgehoben.
Zusammengefasst
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Mehrere Unternehmen haben in diesem Jahr einen Teil oder ihren gesamten Bitcoin-Bestand verkauft.
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Die Erlöse werden genutzt, um Schulden zu tilgen, eigene Aktien zurückzukaufen oder neue Strategien zu finanzieren.
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Auch große Akteure wie MARA Holdings und Strategy haben einen Teil ihrer Bestände veräußert.
Teilverkäufe schaffen finanzielle Flexibilität
Mehrere Unternehmen, darunter auch große Marktteilnehmer, haben einen Teil ihrer Bitcoin-Bestände verkauft, um Liquidität zu schaffen. MARA Holdings veräußerte im März rund 15.133 Bitcoin für etwa 1,1 Milliarden US-Dollar.
Mit dem Erlös kaufte das Unternehmen Wandelanleihen im Wert von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zurück und reduzierte zudem eine Kreditlinie.
Strategy verkaufte zwischen Ende Mai und Anfang Juli rund 3.620 Bitcoin für 137,7 Millionen US-Dollar. Michael Saylor erklärte dazu auf der BTC-Prague-Konferenz: „Ich habe nie gesagt, dass das Unternehmen seine Bitcoin nicht verkaufen würde.“
Teilweise erfolgen die Verkäufe schrittweise. Sequans Communications verkaufte im ersten Quartal 1.025 Bitcoin und plant, die verbleibenden 658 Bitcoin in den kommenden Quartalen nach und nach zu veräußern.
Auch Empery Digital verkauft seit März systematisch Bitcoin und hatte bis zum 10. Juli nahezu die Hälfte seines Bestands für rund 87 Millionen US-Dollar verkauft. Die Smarter Web Company veräußerte am 23. Juli 178 Bitcoin, um ein Darlehen zurückzuzahlen.
Verkäufe als Teil einer neuen Unternehmensstrategie
Für einige Unternehmen sind die Bitcoin-Verkäufe Teil einer grundlegenden Neuausrichtung. So hat Vaultz Capital seine Bitcoin-Strategie vollständig aufgegeben und konzentriert sich nun auf die Übernahme anderer Unternehmen.
Bitdeer verkaufte seine verbleibenden 943 Bitcoin, um den Ausbau von KI-Rechenzentren zu finanzieren. Vorstandschef Jihan Wu schließt jedoch zukünftige Bitcoin-Käufe nicht aus: „Unser Bitcoin-Bestand muss in Zukunft nicht zwangsläufig bei null bleiben.“
Auch Prenetics verkaufte im Mai rund 510 Bitcoin und entschied sich, keine weiteren Kryptowährungen mehr zu erwerben. MAIA Biotechnology beendete seine Krypto-Strategie aufgrund der starken Kursschwankungen und hielt zum 23. März keine digitalen Vermögenswerte mehr.
Vollständiger Verkauf des Bitcoin-Bestands
Einige Unternehmen entschieden sich dafür, ihren gesamten Bitcoin-Bestand zu verkaufen. Die Aktionäre von Satsuma Technology stimmten im Juli dem Verkauf aller 668 Bitcoin im Wert von rund 43,5 Millionen US-Dollar zu.
Genius Group verkaufte Anfang April seinen gesamten Bestand, um Schulden in Höhe von 8,5 Millionen US-Dollar zu begleichen. Auch Alpha Compute hatte bis zum 10. Juli sämtliche Bitcoin verkauft.
Vom Wertspeicher zum strategischen Finanzinstrument
Der gemeinsame Nenner ist pragmatisch: Unternehmen nutzen die Verkaufserlöse, um Schulden abzubauen, Liquidität zu schaffen oder neue strategische Vorhaben zu finanzieren.
Für diese Unternehmen entwickelt sich Bitcoin damit von einer langfristigen Reserve in der Bilanz zu einem strategischen Finanzinstrument, das bei Bedarf gezielt eingesetzt werden kann.







