Gute Hacker, schlechte Händler: Millionenverlust während Kryptocrash

2 Min. Lesedauer
20. Okt. 2025, 08:07

Während des aktuellen Kryptocrashs verloren viele Händler Geld durch Panikverkäufe, und selbst Hacker konnten dem nicht entkommen. Während der Markt abstürzte, entschieden sich verschiedene gehackte Wallets dazu, Tausende Ether zu verkaufen, genau zum falschen Zeitpunkt. Kurz darauf kauften sie ihre Coins zu einem höheren Preis zurück, wodurch ihre Verluste noch weiter anstiegen.

Laut Blockchaindaten von Lookonchain verloren sechs bekannte Hacker insgesamt über 13,4 Millionen Dollar durch diese falschen Handelsentscheidungen. Eine schmerzhafte Erinnerung daran, dass selbst erfahrene Cyberkriminelle keine Meister im Anlegen sind.

Kryptohacker verkaufen am Tiefpunkt

Während des Crashs verkauften die Hacker in Panik 8.638 Ether im Wert von 32,5 Millionen Dollar. Zu einem Kurs von 3.764 Dollar pro Stück. Damit nahmen sie direkt einen Verlust von 5,5 Millionen Dollar in Kauf.

Als sich der Markt kurz darauf erholte, kauften sie 7.816 Ether zu einem höheren Preis von 4.159 Dollar zurück. Anstatt Gewinn zu machen, verdoppelten sie ihren Verlust. Die Transaktionen sind öffentlich auf Blockchainplattformen einsehbar und zeigen, dass die Hacker über Protokolle wie CoW Swap versuchten zu handeln, vermutlich in einem Versuch, ihre Spuren zu verwischen.

Laut Lookonchain sieht es so aus, als ob die Täter in Panik gerieten, als der Markt zusammenbrach. Einige denken jedoch, dass mehr dahintersteckt: möglicherweise versuchten die Hacker, ihr gestohlenes Geld zu waschen, indem sie die Coins schnell umtauschten und wieder zurückkauften.

Millionen verloren, aber nicht ihr eigenes Geld

Obwohl es um erhebliche Beträge geht, haben die Hacker das Geld wahrscheinlich nicht selbst verdient. Die Ether, die sie handelten, stammten wahrscheinlich von früheren Hacks. Die Verluste bedeuten also, dass gestohlene Krypto verdampft ist, nicht notwendigerweise ihr eigenes Kapital.

Dennoch zeigt der Vorfall gut, dass selbst Kriminelle nicht immun gegen Marktemotion sind. In Paniksituationen reagieren sie genau wie gewöhnliche Händler: impulsiv und mit schlechtem Timing.

Der Crash vom 10. Oktober, bei dem der gesamte Kryptomarkt um etwa 500 Milliarden Dollar fiel, hat zahlreiche Händler getroffen. Aber für diese Hacker bedeutete es nicht nur einen Papierverlust, sondern auch das Verschwinden von Millionen an gestohlenem Vermögen. Ob es nun dummer Handel war oder ein gescheiterter Versuch der Geldwäsche, eines ist klar: selbst schlaue Hacker können schlechte Anleger sein.

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