Bitcoin hat gestern erneut einen deutlichen Rücksetzer erlebt. Der Kurs fiel bis auf 59.175 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Ende 2024.
Anschließend konnte sich Bitcoin etwas erholen, doch Analysten warnen, dass die Gefahr noch nicht gebannt ist. Ein Rückgang unter 59.000 US-Dollar könnte eine massive Liquidationswelle auslösen.
Dabei handelt es sich um eine Kettenreaktion erzwungener Verkäufe, die den Kurs zusätzlich stark unter Druck setzen könnte.
Zusammengefasst
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Bitcoin fiel am Mittwoch auf 59.175 US-Dollar – den niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren.
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Ein Analyst warnt vor einer Liquidationswelle unterhalb von 59.000 US-Dollar, bei der Positionen im Wert von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar aufgelöst werden könnten.
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In den vergangenen 24 Stunden wurden bereits Positionen im Gesamtwert von rund 1 Milliarde US-Dollar liquidiert, wobei 78 Prozent auf steigende Kurse gesetzt hatten.
Bildet Bitcoin einen Doppelboden?
Mit dem Rückgang auf 59.175 US-Dollar unterschritt Bitcoin sogar kurzzeitig das Tief von Anfang Juni.
Von dort aus setzte eine kräftige Gegenbewegung ein. Zum Zeitpunkt des Schreibens hat sich der Kurs auf 61.760 US-Dollar erholt.
Analysten diskutieren nun, ob sich ein sogenannter "Doppelboden bildet".
Bei diesem Chartmuster fällt der Kurs zweimal in nahezu denselben Unterstützungsbereich, doch die Käufer verhindern beide Male einen weiteren deutlichen Rückgang.
Der erste Test erfolgte Anfang Juni, der zweite gestern. Dass Bitcoin anschließend erneut kräftig zulegen konnte, stärkt die Annahme, dass auf diesem Kursniveau weiterhin eine starke Nachfrage besteht.
Warnung vor massiven Liquidationen
Sollte die Unterstützung jedoch nicht halten, könnte die Lage deutlich ernster werden, warnt der Analyst „Reflection“.
Ein Rückgang unter 59.000 US-Dollar könnte eine gewaltige Liquidationswelle auslösen. Laut Daten von CoinGlass befinden sich im Bereich um 58.000 US-Dollar Long-Positionen im Wert von mehr als 1,6 Milliarden US-Dollar – also Wetten auf steigende Kurse.
„In all meinen Jahren als Trader habe ich noch nie so viel Long-Liquidität in einer einzigen Kurszone gesehen“, so der Analyst.
Ein Rückgang auf dieses Niveau könnte eine Kettenreaktion erzwungener Verkäufe auslösen – auch als "Long Squeeze" bekannt. Dadurch könnte sich die Abwärtsbewegung erheblich beschleunigen.
Die vergangenen 24 Stunden verliefen bereits äußerst turbulent. Rund 177.000 Trader wurden liquidiert und verloren zusammen etwa 1 Milliarde US-Dollar. Davon entfielen mehr als 780 Millionen US-Dollar auf Long-Positionen.
Laut Reflection ist eine solche „Liquiditätsjagd“ ein klassisches Muster, das historisch häufig den Boden eines Marktes markiert hat.
„Sobald diese Liquidität abgeholt wurde, gibt es nichts mehr zu verkaufen. So ist jeder Makroboden entstanden.“





