Große Gefahr für Bitcoin: Keine Handelsdeals mit EU & Japan

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19. Juni 2025, 13:13

Während der Fokus der Weltöffentlichkeit derzeit auf dem eskalierenden Konflikt zwischen Israel und Iran liegt, droht Bitcoin eine womöglich noch ernstere Gefahr: ein drohender globaler Handelskrieg. Die US-Regierung unter Trump hat es bislang nicht geschafft, neue Handelsabkommen mit wichtigen Partnern wie Europa und Japan zu schließen. Während Europa sich laut Trump einer „fairen“ Vereinbarung verschließt, bezeichnet er Japan als „schwierigen“ Verhandlungspartner.

TACO-Szenario: Wunschdenken der Investoren?

Der Arbeitsmarktexperte Guy Berger warnt davor, dass die Finanzmärkte das sogenannte „TACO“-Szenario überschätzen – Trump Always Chickens Out. Die Theorie: Trump droht regelmäßig mit Strafzöllen, setzt sie aber letztlich doch nicht um. Laut Berger ist das eine riskante Annahme.

Tatsächlich seien die US-Zölle seit dem am 2. April vorgestellten Maßnahmenpaket zwar leicht gesunken, lägen aber weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau.

I think people get carried away with TACO enthusiasm as far as the economy is concerned. Tariffs are substantially below what we saw on April 2nd (& there's less risk of out of control escalation / retaliation) but they are a lot higher than they were last year. That hurts.

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Berger warnt: Die wirtschaftlichen Auswirkungen könnten erheblich sein – doch bislang sei davon kaum etwas in den Märkten eingepreist. Anleger zeigen sich weiterhin übertrieben optimistisch, was sich laut Berger bald rächen könnte – auch für Bitcoin.

 

Negative US-Daten: Schlechte Vorzeichen für Bitcoin

Die ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung in den USA mehren sich. Das Zeitfenster für Trump, um tragfähige Handelsdeals zu erzielen, wird zunehmend kleiner.

Scheitern diese Verhandlungen, droht eine weitere Destabilisierung der Märkte – was auch auf die Bitcoin-Kursentwicklung drücken könnte.

Auch Top-Investoren werden vorsichtig

Nicht nur Ökonomen äußern sich besorgt. Auch der einflussreiche Investor Citrini, der 2023 durch seinen frühzeitigen Einstieg in KI-Aktien berühmt wurde, zeigt sich aktuell skeptisch. Laut Citrini ist die Marktstimmung derzeit zu euphorisch – ein Zustand, der auf wackeligem Fundament steht, insbesondere wenn schwächere Wirtschaftsdaten oder Kursverluste das Vertrauen erschüttern.

Er warnt: Wenn alle Marktteilnehmer gleichzeitig bullish sind, steigt das Risiko für eine scharfe Korrektur.

Risiko für Bitcoin steigt

Ob es zum Handelskrieg kommt oder nicht – die Unsicherheit ist zurück im Markt. Sollten weitere Wirtschaftsdaten enttäuschen oder keine Handelsabkommen zustande kommen, könnte das den Bitcoin-Kurs empfindlich treffen. Investoren sollten sich darauf einstellen, dass der nächste Rücksetzer nicht nur von geopolitischen Spannungen, sondern auch von wirtschaftspolitischen Verwerfungen kommen kann.