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Gegenwind für Bitcoin: US-Staat zieht 500 Milliarden Dollar aus dem Markt

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Markt warnt Bitcoin – hat sich der Zyklus gewendet?

Foto: Alf Ribeiro / Shutterstock

Die US-Regierung steht kurz vor einer groß angelegten Kapitalaufnahme an den Finanzmärkten. In den kommenden Monaten will das Finanzministerium rund 500 Milliarden Dollar einsammeln, um die Ausgaben der Regierung zu decken.

Dieser Betrag soll durch die Ausgabe neuer Staatsanleihen beschafft werden und könnte kurzfristig für Unruhe an den Kapitalmärkten sorgen. Das kann einen deutlichen Gegenwind für den Bitcoin-Kurs bedeuten.

Das aufgenommene Geld ist dazu bestimmt, das sogenannte Treasury General Account (TGA) wieder aufzufüllen. Dabei handelt es sich um das Regierungsbankkonto bei der US-Notenbank.Das derzeitige Guthaben liegt bei etwa 330 Milliarden Dollar und soll laut Finanzministerium bis Ende September auf 850 Milliarden steigen.

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Einfluss auf Bitcoin-Kurs und Aktienmärkte

Die Entscheidung, dieses Konto durch die Emission neuer Staatsanleihen aufzufüllen, bedeutet, dass Anleihen im Wert von mehreren hundert Milliarden Dollar auf den Markt kommen. Das nötige Kapital muss vor allem von privaten Investoren aufgebracht werden. Dies könnte zu steigenden Zinsen führen, da Anleger für das erhöhte Anleiheangebot entschädigt werden möchten.

Laut jüngsten Aussagen des ehemaligen Präsidenten Trump möchte die Regierung vor allem kurzfristige Darlehen mit Laufzeiten bis zu neun Monaten nutzen. Damit soll verhindert werden, dass die Zinsen für länger laufende Anleihen zu stark steigen, da deren Angebot relativ begrenzt bleibt.

Liquiditätsstress nicht ausgeschlossen

Obwohl die Finanzmärkte solche Emissionen grundsätzlich auffangen können, besteht das Risiko temporärer Verwerfungen. Fehlt vorübergehend ausreichend Liquidität, könnten kurzfristige Zinsen anziehen.

In einem solchen Fall kann die US-Notenbank über die sogenannte Standing Repo Facility eingreifen – dabei können Institutionen Staatsanleihen gegen Bargeld zu einem Zinssatz von 4,5 Prozent eintauschen.

Ein wichtiger Frühindikator für Stress am Geldmarkt ist der Tagesgeldsatz SOFR. Steigt dieser deutlich an, gilt das als Zeichen, dass die Märkte Schwierigkeiten haben, das zusätzliche Anleihevolumen aufzunehmen.

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Kein Ende der Hausse

Auch wenn die Kapitalaufnahme von 500 Milliarden Dollar die jüngsten Anstiege bei Aktien und Bitcoin ausbremsen könnte, sehen Analysten keinen Anlass, das Ende der laufenden Hausse auszurufen. Die fundamentalen Konjunkturdaten bleiben vorerst günstig, allerdings kann der Liquiditätsentzug durch die Regierung auf kurze Sicht für Gegenwind sorgen.

In der kommenden Woche wird mit weiteren Details zur geplanten Anleihe-Emission gerechnet – diese werden im Rahmen des sogenannten Quarterly Refunding Announcement vom US-Finanzministerium bekanntgegeben.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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