Amal Bell Amal Bell
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GameStop in Not: Verkauf aller Bitcoin für Cash möglich

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GameStop in Not: Verkauf aller Bitcoin für Cash möglich

Foto: Shutterstock

GameStop steht erneut im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – jedoch diesmal nicht wegen eines stark steigenden Aktienkurses oder viraler Aktionen. Laut Daten von CryptoQuant hat das Unternehmen all seine Bitcoin zu Coinbase Prime transferiert, ein Schritt, der in der Regel auf einen bevorstehenden Verkauf hindeutet.

Sollte das zutreffen, droht GameStop, seine Bitcoin‑Position mit einem erheblichen Verlust zu veräußern – möglicherweise rund 65 Millionen Euro.

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Signal aus dem Bitcoin‑Netzwerk löst Alarm aus

Die Bewegung wurde von Analysten von CryptoQuant erkannt. Sie zeigen, dass GameStop seine Bitcoin‑Wallets geleert und sämtliche Bestände zu Coinbase Prime übertragen hat. Diese Plattform wird hauptsächlich von institutionellen Akteuren genutzt, die Vermögenswerte verkaufen oder verwalten möchten.

Es handelt sich um rund 4.710 Bitcoin, die GameStop zwischen dem 14. und 23. Mai 2025 zu einem Durchschnittspreis von etwa 107.900 US‑Dollar pro Bitcoin gekauft hat. Insgesamt investierte das Unternehmen damit rund 504 Millionen US‑Dollar (430 Millionen Euro).

Der Bitcoin‑Kurs liegt derzeit bei etwa 89.000 US‑Dollar. Sollte GameStop jetzt tatsächlich verkaufen, würde dies einen realisierten Verlust von ungefähr 65 Millionen Euro bedeuten. Offiziell gibt es noch keine Bestätigung, dass der Verkauf tatsächlich stattfinden wird, doch historisch gesehen ist ein Transfer zu Coinbase Prime selten bedeutungslos.

Schlechtes Timing oder notwendige Entscheidung?

Das Timing dieses möglichen Verkaufs ist auffällig, aber eng mit der allgemeinen Unternehmenslage verknüpft.

GameStop hat das Jahr 2026 mit einer Welle von Filialschließungen begonnen. Schätzungen zufolge wurden in kurzer Zeit fast 400 Filialen geschlossen oder befinden sich im Schließungsprozess, hauptsächlich in den USA. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2024 schloss GameStop bereits 590 Standorte.

In einem SEC‑Dokument vom Dezember 2025 kündigte das Unternehmen an, im Geschäftsjahr 2025 „eine erhebliche Anzahl zusätzlicher Filialen“ schließen zu müssen. Bei insgesamt rund 2.300 US‑Standorten Anfang 2025 könnte GameStop seine physische Präsenz somit um 20 bis 30 Prozent reduzieren.

Das senkt zwar die Kosten, wirft aber auch Fragen über das traditionelle Retail‑Modell des Unternehmens auf.

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Bitcoin als Puffer

Von vielen Anlegern wurde die Bitcoin‑Position als strategischer Puffer betrachtet. Im Jahr 2025 gelang es GameStop wieder, profitabel zu werden – unter anderem durch Kostensenkungen und alternative Einnahmequellen. Bitcoin spielte dabei eine Rolle als langfristige Investition, auch wenn sich die zeitliche Entscheidung im Nachhinein als unglücklich erwiesen hat.

Dass das Unternehmen nun möglicherweise verkauft, deutet darauf hin, dass Liquidität wichtiger geworden ist als das Festhalten an einer volatilen Anlage. Angesichts von Restrukturierungen, Entlassungen und einer schrumpfenden Ladenbasis könnte zusätzliches Cash schlicht notwendig sein.

In den vergangenen Jahren hat GameStop vieles versucht, um relevant zu bleiben: Retro‑Games, Sammlerartikel, Trading Cards, Grading‑Services und sogar einen NFT‑Marktplatz – der jedoch stillschweigend eingestellt wurde. Zuletzt lag der Fokus verstärkt auf Trading Cards und margenstärkeren digitalen Initiativen.

Gleichzeitig bleibt der Kontrast scharf: Während Tausende Mitarbeiter ihren Job verlieren, stehen CEO Ryan Cohen bis zu 35 Milliarden US‑Dollar an leistungsabhängigen Aktienoptionen in Aussicht. Das sorgt für Unmut – auch innerhalb der GameStop‑Community.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Für den Bitcoin‑Kurs selbst dürfte ein möglicher Verkauf keine unmittelbare Schockwelle auslösen. Der Markt ist inzwischen daran gewöhnt, dass institutionelle Akteure kommen und gehen. Dennoch zeigt die Geschichte, dass selbst große Unternehmen Mühe mit dem Timing haben und dass Bitcoin – trotz aller Reife – weiterhin ein risikobehafteter Vermögenswert auf der Bilanz bleibt.

Ob GameStop tatsächlich verkauft, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Doch eines ist klar: Während Bitcoin einst als strategische Wette auf die Zukunft gesehen wurde, scheint es nun vor allem als Notbremse in einem Unternehmen zu dienen, das noch immer nach seiner Richtung sucht.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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