Amal Bell Amal Bell
3 min. Lesedauer

„Einschüchterung und Drohungen“: Angeblicher Bitcoin-Erfinder erhält Kontaktverbot

Bitcoin-BTC Ethereum-ETH
icon-bitcoin
Bitcoin Nachri…
„Einschüchterung und Drohungen“: Angeblicher Bitcoin-Erfinder erhält Kontaktverbot

Foto: MR.Yanukit/Shutterstock

Craig Wright stellt sich seit Jahren als der Erfinder von Bitcoin dar. Ist er wirklich Satoshi Nakamoto? Ein britischer Richter glaubt das nicht und zieht nun eine endgültige Grenze. Der Oberste Gerichtshof Großbritanniens hat Wright ein Kontaktverbot auferlegt – wegen Missbrauchs des Rechtssystems.

Die Prozesse des selbsternannten „Satoshi“ zogen sich über Jahre hinweg. Sie haben sogar einen eigenen Spitznamen bekommen: „doing the Wright thing“ – ein Wortspiel in Anspielung auf den Mann, der behauptet, Bitcoin und die Blockchain erfunden zu haben. Dieser jahrelange Rechtsstreit findet nun sein Ende.

KI ist die Zukunft von Krypto, sagt BlackRock
KI ist die Zukunft von Krypto, sagt BlackRock

Wer ist Craig Wright?

Der Australier Craig Wright ist eine bekannte Figur in der Kryptoszene. Er ist Informatiker und eines der prominenten Gesichter hinter Bitcoin SV – einer Abspaltung von Bitcoin Cash, das wiederum ein Fork des ursprünglichen Bitcoin-Netzwerks ist.

Wright hat in der Vergangenheit mehrere Klagen angestrengt, um seine Kritiker und Gegner unter Druck zu setzen. Damit ist nun Schluss. Die vollständige Gerichtsentscheidung ist öffentlich einsehbar.

Darin heißt es unter anderem, dass Wright eine „gerichtliche Hölle“ für Mitglieder der BTC-Community geschaffen habe, die seine Behauptung, Satoshi Nakamoto zu sein, infrage stellten.

Einschüchterung und Klagen als „Waffe“

Nach Auffassung des Gerichts benutzte der „falsche Satoshi“ das Justizsystem als Waffe, um Gegner einzuschüchtern und Kritiker zum Schweigen zu bringen. Viele seiner Kontrahenten verloren dadurch beträchtlich Zeit und Geld.

Wright darf deshalb künftig keine zivilrechtlichen Klagen mehr vor dem britischen High Court einreichen.

Das Gericht stellte zudem fest, dass Wright über seine Identität gelogen hat. Es gebe genügend Beweise dafür, dass er fälschlich behauptet habe, Satoshi Nakamoto zu sein. Kritiker, die diese Behauptung widerlegten, wurden von dem vermögenden Unternehmer mit teuren Klagen überzogen, wie der Richter zusammenfasst.

Bitcoin und Ethereum steigen nach enttäuschender Woche
Bitcoin und Ethereum steigen nach enttäuschender Woche

Wer reichte die Klage ein?

Im Jahr 2021 reichte die Crypto Open Patent Alliance (COPA) eine Klage gegen Wright ein. COPA ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den freien Zugang zu Kryptotechnologie einsetzt und Patente entfernt, um Innovation zu fördern. Die Drohungen Wrights richteten sich laut Gericht gegen die Ziele dieser Allianz.

COPA wollte erreichen, dass das Gericht Wrights Einschüchterungsversuche gegenüber ihren Mitgliedern beendet – darunter der Kryptoblogger Peter McCormack und der norwegische Krypto-Influencer Magnus Granath, in der Szene besser bekannt als „Hodlonaut“. Anfang Mai 2025 zog Wright eine Verleumdungsklage gegen Granath zurück, der sich erleichtert zeigte:

„Faketoshi“ – frühere Klagen von Wright

Wrights juristische Aktivitäten reichen weit zurück. Im März 2024 entschied der britische High Court, dass Wright nicht der Autor des Bitcoin-Whitepapers sei. Im Juli 2024 wurde er deshalb verpflichtet, auf seiner Webseite einen Hinweis zu veröffentlichen, dass er nicht Satoshi Nakamoto ist.

Einige Monate später, im Dezember 2024, wurde Wright wegen Missachtung des Gerichts verurteilt – mit einer einjährigen Bewährungsstrafe.

Auch Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin und Bitcoin-Pionier Adam Back gerieten ins Visier seiner juristischen Angriffe. Diese Prozesse zogen sich über ein Jahrzehnt hin und wurden unter dem Namen „Faketoshi-Saga“ bekannt. Nach über zehn Jahren hat das Gericht dieser Saga nun endgültig ein Ende gesetzt.

Diesen Artikel teilen
  • Share on Twitter
  • Share on Telegram
  • Share on Facebook
Autor:
Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

Gerade eingetroffen
Trending
Krypto-Kurse steigen nach US-News sprunghaft an
StakeStone-Kurs steigt 450 Prozent und schlägt Dogecoin
  • 02/04/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Bitcoin-Wale machen vor dem großen Crash einen Schritt zurück
Cardano fällt weiter – aber Wale kaufen weiterhin
  • 02/04/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Finanzamt prüft Krypto-Gewinne: Anleger unter Druck
Finanzamt prüft nachträglich Krypto-Gewinne: Anleger unter Druck
  • 30/03/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Bitcoin-Netzwerk fällt so stark wie zuletzt beim China-Verbot
Kleiner Solo-Miner schlägt Großunternehmen und gewinnt 180.000 Euro
  • 04/04/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Große Bank gibt überraschende Solana-Prognose für 2030 ab
Solana-Plattform fordert Rückgabe von 243 Mio. Euro
  • 04/04/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Trending Bitcoin Nachrichten

Bitcoin-Netzwerk fällt so stark wie zuletzt beim China-Verbot
Kleiner Solo-Miner schlägt Großunternehmen und gewinnt 180.000 Euro
  • 04/04/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Breaking: XRP, Cardano und Solana – erste Kryptowährungen in neuer US-Reserve
Bitcoin-Kurs steigt über 68.000 Dollar nach Iran-News
  • 01/04/2026
  • 3 Min. Lesedauer
Aktien schießen nach dem Urteil des Richters nach oben, aber Trump schlägt zurück
Bitcoin steigt 3 Prozent in einer Stunde nach Trump-Meldung
  • 31/03/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Wissensbasis

Wissensbasis

Wissensbasis