Amal Bell Amal Bell
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Das ist aktuell das größte Problem von Bitcoin

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Das ist aktuell das größte Problem von Bitcoin

Foto: Shutterstock

Der Bitcoin (BTC)-Kurs bewegt sich seit Jahren in starken Zyklen aus Euphorie und Zweifel. In aufsteigenden Märkten scheint die Erzählung klar: digitale Knappheit, unabhängiges Geld, eine Alternative zum bestehenden Finanzsystem.

Doch sobald die Liquidität austrocknet und das Momentum schwindet, kehrt immer wieder dieselbe Frage zurück: Worauf basiert der wahre Wert von Bitcoin eigentlich?

Genau darin liegt womöglich das größte Problem von Bitcoin in dieser Phase seiner Entwicklung.

Bitcoin blutet, XRP zieht Millionen an
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Kein greifbarer Anker

Im Gegensatz zu vielen anderen Anlageklassen hat Bitcoin keinen physischen oder direkten Nutzwert, der Anlegern in fallenden Märkten Halt gibt.

Fällt der Goldpreis stark, bleibt am Ende immer noch ein Goldbarren übrig, den man anfassen kann. Sinkt eine Tech-Aktie, nutzt man oft weiterhin das Produkt im Alltag – sei es ein iPhone, Software am Arbeitsplatz oder eine Plattform, die echte Dienste bietet.

Diese Tatsächlichkeit fungiert psychologisch als Anker. Sie hilft, die Schmerzen eines Kursrückgangs rational zu ertragen, weil etwas Konkretes gegenübersteht.

Bei Bitcoin fehlt genau dieser Anker. Das Eigentum existiert ausschließlich digital, sichtbar als Zahl auf einem Bildschirm. Wenn der Preis fällt und das Vertrauen bröckelt, gibt es nichts Physisches, worauf man sich stützen kann.

Das führt schneller zu Unsicherheit als bei traditionellen Werten wie Dollar oder Euro.

Liquidität schreibt die Geschichte

Diese fehlende Greifbarkeit macht Bitcoin besonders anfällig für Liquiditäts- und Stimmungsschwankungen. Solange genug Kapital in den Markt strömt, dominiert die optimistische Erzählung: Knappheit, Adoption, institutionelles Interesse.

Doch sobald diese Geldströme versiegen, kippt die Marktpsychologie abrupt. Dann geht es nicht mehr um Potenzial, sondern um die grundlegende Existenzberechtigung.

Jeder Zyklus wiederholt denselben Ablauf:

Erst der Glaube.
Dann das Momentum.
Danach der Zweifel.

Nicht, weil sich die Technologie plötzlich ändert, sondern weil das Vertrauen nicht auf sichtbarer, gegenwärtiger Substanz, sondern auf zukünftiger Erwartung beruht.

Bitcoin bleibt – das Geld verliert an Wert
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Volatilität ist strukturell

Diese Dynamik erklärt, warum Bitcoin strukturell volatiler ist als viele andere Finanzwerte.

Aktien basieren auf Gewinnen, Produkten und Cashflows. Gold auf Jahrtausenden als Wertspeicher. Bitcoin hingegen gründet auf kollektivem Vertrauen in eine monetäre Idee. Dieses Vertrauen kann stark sein – aber es ist auch verletzlich.

Volatilität ist daher kein vorübergehendes Problem, sondern ein logisches Resultat der Natur des Vermögenswerts. Ein vollständig digitales, zukunftsorientiertes Geldexperiment reagiert zwangsläufig empfindlicher auf Stimmungswechsel als greifbare oder produktive Assets.

Eine Phase, kein Endpunkt

Doch das bedeutet nicht, dass Bitcoin dauerhaft instabil bleiben muss. Man kann diese Phase auch als Teil eines Reifungsprozesses sehen.

Neue Geldsysteme gewinnen ihr Vertrauen nie über Nacht. Gold brauchte Jahrhunderte, um global als Wertspeicher anerkannt zu werden. Staatswährungen wurden erst dominant nach politischen und wirtschaftlichen Umbrüchen.

Selbst der US-Dollar erreichte seine heutige Stellung erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Im Vergleich dazu ist es nicht verwunderlich, dass ein noch keine 20 Jahre altes digitales Geldsystem in Krisenzeiten mit Vertrauen kämpft.

Worum es wirklich geht

Die zentrale Frage ist deshalb nicht, ob Bitcoin „greifbar genug“ ist, sondern:
Kann das Vertrauen in digitale Knappheit stark genug werden, um das fehlende Physische zu überwinden?

Wenn das gelingt, könnte das heutige Problem zur größten Stärke von morgen werden: eine Form von Geld, die vollständig unabhängig von Staaten, Systemen und Grenzen funktioniert.

Doch solange dieses Vertrauen noch im Aufbau ist, wird der Markt weiterhin zwischen Überzeugung und Zweifel pendeln. Genau diese Spannung – zwischen Idee und Realität – prägt momentan den Charakter von Bitcoin.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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