Warum ist es am Bitcoin-Markt so ruhig? Laut einem Bericht des Analyseunternehmens Glassnode gehen Anleger derzeit auf Nummer sicher: Der starke US-Dollar und die hohen Renditen von Staatsanleihen machen sie vorsichtig. Der Analyse zufolge sind zwei Voraussetzungen nötig, damit sich das ändert.
Zusammengefasst
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Glassnode beschreibt die aktuelle Marktlage als abwartend, jedoch ohne Anzeichen von Panik.
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US-Staatsanleihen bieten seit Februar eine höhere Rendite als viele gängige Handelsstrategien im Kryptomarkt.
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Der Kurs von 69.000 US-Dollar ist ein entscheidendes Niveau für die nächste größere Bewegung des Bitcoin.
Warum Händler an der Seitenlinie bleiben
Ein wichtiger Grund für die Ruhe ist, dass Händler derzeit mit vergleichsweise sicheren Staatsanleihen höhere Erträge erzielen können als mit komplexen Krypto-Strategien.
Diese Situation, in der Anleihen attraktiver sind, hält bereits seit Februar an. Eine ähnlich lange Phase gab es auch im Jahr 2022 – kurz bevor der Markt seinen Tiefpunkt erreichte.
Das hat direkte Folgen: Das Handelsvolumen von Bitcoin ist auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen. Es werden schlichtweg weniger Bitcoins gehandelt.
Wichtige Preiszone liegt bei rund 69.000 US-Dollar
Laut Glassnode befindet sich der Bitcoin-Kurs derzeit in einer wichtigen Zone zwischen 62.000 und 68.000 US-Dollar. Innerhalb dieser Preisspanne haben in letzter Zeit viele Bitcoins den Besitzer gewechselt, wodurch dieser Bereich zu einer starken Unterstützungs- beziehungsweise Widerstandszone geworden ist.
Die Marke von 69.000 US-Dollar ist entscheidend. Sie entspricht dem durchschnittlichen Kaufpreis der jüngsten Käufer. Steigt der Kurs darüber, könnte dies den Beginn einer neuen Aufwärtsbewegung markieren.
Die nächste große Hürde liegt dann erst im Bereich zwischen 83.000 und 86.000 US-Dollar. Dort dürften viele langfristige Anleger Gewinne mitnehmen.
Keine Panik, aber wenig Überzeugung
Auch die Kapitalzuflüsse in US-amerikanische Bitcoin-ETFs (börsengehandelte Fonds) zeigen, dass es den Anlegern derzeit an Überzeugung fehlt. Nach einer kurzen Phase mit Zuflüssen im Juli fließt inzwischen wieder Kapital ab – allerdings in geringerem Umfang als in den Vormonaten.
Die Zurückhaltung zeigt sich auch am Optionsmarkt. Händler erwarten in den kommenden sechs Monaten nur geringe Kursschwankungen, was sich an der historisch niedrigen „erwarteten Volatilität“ ablesen lässt.
Glassnode stuft die aktuelle Marktlage als „Risk Off“ ein: Anleger agieren vorsichtig, doch von Panikverkäufen kann keine Rede sein. Für eine Erholung sind laut dem Bericht zwei Dinge erforderlich: ein klarer Ausbruch über die Marke von 69.000 US-Dollar sowie eine neue Welle von Käufen über Bitcoin-ETFs.








