Bitcoin-Wale verlieren Einfluss laut neuen Daten

2 Min. Lesedauer
Aktualisiert am 03. Jan. 2026, 14:23

Neue Onchain-Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin-Wale weniger kaufen als oft angenommen wird. Das Bild einer großangelegten Reakkumulation stimmt daher nicht vollständig. Das ist relevant, weil große Halter normalerweise viel Einfluss auf das Marktsentiment haben.

Laut CryptoQuant stammt ein großer Teil der beobachteten Wal-Aktivität nicht aus echten Käufen. Viele Bewegungen sind das Ergebnis interner Verschiebungen bei Kryptobörsen. Dadurch erscheint die Aktivität größer als sie in Wirklichkeit ist.

Daten von CryptoQuant korrigieren Bild rund um Wale

Forscher von CryptoQuant weisen darauf hin, dass Börsen regelmäßig Gelder zusammenführen. Dabei werden kleinere Wallets zu größeren Adressen gebündelt. Onchain-Tracker registrieren dies oft als Wal-Aktivität.

In Wirklichkeit handelt es sich um operative Verschiebungen. Wenn diese Transaktionen herausgefiltert werden, bleibt wenig aktive Akkumulation übrig.

Die Daten von CryptoQuant zeigen sogar, dass viele große Halter ihren Bitcoin-Bestand abbauen. Auch Adressen mit mittleren Mengen zeigen einen fallenden Trend. Das deutet auf anhaltende Abflüsse hin.

Ein Teil dieser Bewegung hängt mit Spot-Bitcoin-ETFs zusammen. Seit ihrer Einführung hat sich die Marktstruktur verändert. Ein wachsender Teil des Angebots liegt nun bei regulierten Fonds.

ETFs verändern die Marktdynamik

Spot-Bitcoin-ETFs besitzen inzwischen einen beträchtlichen Teil des Gesamtangebots. Diese Fonds handeln anders als traditionelle Wale und reagieren direkt auf Zu- und Abflüsse.

Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs besitzen gemeinsam fast 1,3 Millionen BTC, was etwa 6,2 Prozent des Gesamtangebots von Bitcoin entspricht. Quelle: Bitbo

Dadurch verschiebt sich der Einfluss auf den Markt. Große Preisbewegungen entstehen seltener aus einzelnen Wallets und häufiger aus institutionellen Geldströmen.

Dies erklärt, warum Wal-Bestände sinken, während der Markt relativ stabil bleibt. Die Rolle großer privater Anleger nimmt ab.

Langfristhalter zeigen anderes Muster

Gleichzeitig signalisiert CryptoQuant einen Umschwung bei Langfristhaltern. Diese Gruppe baut Positionen wieder auf nach einer Phase starken Verkaufsdrucks.

Langfristanleger reagieren weniger auf kurzfristige Schwankungen. Das sorgt für eine stabilere Basis im Markt.

Obwohl der Bitcoin-Kurs noch keine deutliche Erholung zeigt, bleibt ein starker Rückgang aus. Die kommende Zeit wird zeigen, ob sich dieser Trend fortsetzt.

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