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Bitcoin unter Druck: Risikoasset statt Krisenschutz?

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Bitcoin unter Druck: Risikoasset statt Krisenschutz?

Foto: Sunil prajapati/Shutterstock

 Die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin (BTC) sorgt für Diskussionen: Während Edelmetalle wie Gold und Silber neue Rekordhochs erreichen, fällt Bitcoin erneut deutlich zurück.

Politische Unsicherheit, makroökonomische Spannungen und der Trend zur Risikoaversion belasten den Kryptomarkt. Doch was steckt hinter dem Rückgang – und was bedeutet das langfristig für Bitcoins Rolle im Finanzsystem?

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Kapitalflucht: Edelmetalle profitieren, Bitcoin verliert

In einem klassischen „Risk-Off“-Szenario ziehen Anleger Kapital aus volatilen Anlagen ab und parken es in vermeintlich sicheren Häfen. Gold stieg zuletzt erstmals über 5.000 US-Dollar je Feinunze, Silber durchbrach die Marke von 100 US-Dollar.

Bitcoin hingegen fiel zwischenzeitlich unter 87.000 US-Dollar. Der Markt bewertet die Kryptowährung aktuell nicht als „digitales Gold“, sondern als risikobehaftetes Asset – ähnlich wie Aktien.

Gründe hierfür sind unter anderem kurzfristige Liquiditätsbedenken, geopolitische Spannungen und fehlende sichere Renditeaussichten.

Während Edelmetalle durch ihre lange Historie als Sicherheitsanker gelten, ist Bitcoin für viele institutionelle Anleger ein relativ neuer und noch wenig verstandener Markt.

Politische Krisen als Belastungsfaktor

Die Unsicherheiten rund um einen möglichen US-Government Shutdown, neue Zoll-Drohungen im Handelskonflikt zwischen den USA, Kanada und China sowie eskalierende fiskalische Spannungen in Japan erhöhen den Druck auf die Finanzmärkte.

Die Wahrscheinlichkeit eines US-Shutdowns wird auf fast 80 % geschätzt – ein Szenario, das typischerweise mit sinkender Liquidität und steigender Volatilität einhergeht. Auch Japan, traditionell ein stabiler Anker, wird zunehmend zur Belastung.

Yen-Abwertung, hohe Staatsverschuldung und mögliche Interventionen beunruhigen Anleger. Yen-Carry-Trades werden zurückgefahren – was Kapital aus risikoreichen Anlagen wie Bitcoin abzieht.

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Bitcoin: Vom Hoffnungsträger zum Wackelkandidaten?

Langfristig erfüllt Bitcoin viele Eigenschaften eines „sicheren Hafens“: begrenztes Angebot, staatliche Unabhängigkeit und weltweite Übertragbarkeit.

Kurzfristig dominiert jedoch die Wahrnehmung als Risikoasset – insbesondere durch institutionelle Akteure, die den Markt erst seit dem Start der Spot-ETFs betreten haben.

Für diese neue Anlegerschicht ist Bitcoin noch kein erprobter Schutzmechanismus. In unsicheren Zeiten verkaufen sie bevorzugt liquide Assets – dazu zählt Bitcoin.

Während Privatanleger Bitcoin in vergangenen Krisen als Absicherung nutzten, fehlt vielen Großinvestoren noch das Vertrauen in seine Stabilität und Widerstandsfähigkeit.

Zwischen Bärenmarkt und langfristigem Potenzial

Trotz der aktuellen Korrektur zeigt der Blick in die Vergangenheit: Bitcoin hat frühere Krisen und Bärenmärkte überstanden – teils mit 80 % Kursrückgängen. Langfristig konnte es Gold deutlich outperformen.

Die derzeitige Schwäche könnte Teil einer Übergangsphase sein, in der der Markt sich neu orientiert.

Kurzum: Bitcoin ist aktuell kein sicherer Hafen – noch nicht. Die institutionelle Welt tastet sich langsam heran. Sollte das Vertrauen wachsen, könnte Bitcoin in Zukunft eine vergleichbare Rolle wie Gold einnehmen – mit Vorteilen in Transparenz, Knappheit und globaler Handelbarkeit.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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