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Wenn Gold und Silber steigen, wird das oft als Inflationsgeschichte oder spekulativer Hype abgetan.
Diese Erklärung greift laut dem pseudonymen Analysten EndGame Macro jedoch zu kurz. Historisch betrachtet ziehen Edelmetalle vor allem dann Kapital an, wenn das Vertrauen in das Finanzsystem schwindet.
Nicht, weil Menschen damit bezahlen wollen, sondern weil sie damit durchkommen wollen. Wie EndGame Macro es formuliert: Gold und Silber existieren außerhalb des Systems von Versprechen. Sie sind nicht abhängig von Politik, Schulden oder digitaler Infrastruktur – und genau das macht sie relevant.
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Warum Gold und Silber als tägliches Zahlungsmittel schlecht funktionieren
Für alltägliche Transaktionen sind Edelmetalle schlicht unpraktisch. Sie sind schwer, schwierig zu teilen und erfordern immer irgendeine Form der Verifikation. Niemand möchte an der Supermarktkasse erst den Silbergehalt prüfen oder über den aktuellen Unzenpreis diskutieren.
Hinzu kommen praktische Hürden: Spreads bei Händlern, Mehrwertsteuer oder Vermögenssteuer in einigen Ländern sowie Regelungen, bei denen das Ausgeben von Gold als Verkauf gewertet wird – mit möglichen steuerlichen Konsequenzen.
Das macht Gold und Silber ungeeignet als Zahlungsmittel. Nicht, weil sie versagen würden – sondern weil sie nie dafür gedacht waren.
Digitale Währungen hingegen sind effizient, exakt und schnell. Sie wurden für Zahlungen, Rückabwicklungen und Betrugsprävention geschaffen. Das ist das Gebiet des Transaktionsgeldes.
Wo Edelmetalle wirklich glänzen
Die Stärke von Gold und Silber liegt in ihrer Rolle als Wertspeicher, wenn Vertrauen schwindet. Sie sind knapp, politisch nicht manipulierbar und erfordern reale Kosten in der Produktion. Über lange Zeiträume hilft das, Kaufkraft zu erhalten – vor allem, wenn Währungen entwertet oder Systeme umgestaltet werden.
Die Geschichte zeigt dieses Muster immer wieder: Währungssysteme werden entwertet, Reiche zerfallen, finanzielle Strukturen verändern sich.
Seit 1971, als die Goldbindung endgültig aufgegeben wurde, verlor Gold zwar seine Rolle als offizielles Geld – bekam aber eine neue Funktion: als neutraler Referenzpunkt. Ein Vermögenswert ohne Gegenparteirisiko.
Deshalb halten Zentralbanken bis heute große Goldreserven, und deshalb fließt in geopolitisch angespannten Zeiten Kapital in Edelmetalle. Es ist keine Panik – sondern strategische Neuausrichtung.
Warum diese Argumentation auch auf Bitcoin zutrifft
Die gleiche Logik lässt sich überraschend gut auf Bitcoin (BTC) anwenden. Genau wie Gold ist Bitcoin kein ideales Mittel für den täglichen Einkauf. Das Netzwerk ist nicht für Geschwindigkeit oder Benutzerfreundlichkeit an der Ladenkasse ausgelegt.
Doch Bitcoin teilt die zentrale Eigenschaft: Knappheit ohne politische Steuerung. Das Angebot ist begrenzt, transparent und kann nicht durch Zentralbanken oder politische Entscheidungen verändert werden. In diesem Sinne ist Bitcoin eine digitale Form von monetärem Überlebensgeld.
EndGame Macro weist darauf hin, dass Edelmetalle in Phasen aufblühen, in denen das Vertrauen ins bestehende System bröckelt. Nicht, weil das System morgen kollabiert – sondern weil sich Investoren gegen strukturelle Unsicherheiten absichern wollen.
Wie man sinnvoll damit umgeht
Der klügste Ansatz besteht darin, Gold, Silber und Bitcoin als Versicherung zu betrachten – nicht als Ersatz für dein Girokonto. Gib dein Geld im System aus, das für Transaktionen gebaut wurde.
Bewahre jedoch einen Teil deines Vermögens in Assets, die unabhängig von jedem zukünftigen System bestehen können.
Das erfordert keine tägliche Beobachtung des Bitcoin-Kurses. Diese Vermögenswerte erfüllen oft jahrelang unauffällig ihren Zweck – bis sie plötzlich wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.
In einer Welt, die immer digitaler wird und in der neue Geldformen getestet werden, werden Gold, Silber und Bitcoin wahrscheinlich nicht das Geld sein, das du ausgibst – aber das Geld, das bestehen bleibt, wenn sich die Spielregeln ändern.
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