Bitcoin-Miner unter Druck: Kommt der Bitcoin-Boden näher?

2 Min. Lesedauer
23. Dez. 2025, 12:52

Bitcoin-Miner stehen erneut unter Druck durch sinkende Margen und abnehmende Rechenleistung im Netzwerk. Gleichzeitig weisen historische Daten darauf hin, dass solche Phasen häufiger mit einer Bodenbildung im Bitcoin-Kurs zusammenfallen. Das macht die aktuelle Situation relevant für den Kryptomarkt.

Die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks sank bis Mitte Dezember um etwa vier Prozent. Laut Analysten ist dies keine außergewöhnliche Bewegung, aber ein Signal dafür, dass schwächere Miner es schwer haben. In früheren Zyklen ging dies oft einer Erholung in den darauffolgenden Monaten voraus.

Sinkende Hashrate fällt innerhalb historischer Muster auf

Forschungsdaten zeigen, dass Perioden mit sinkender Hashrate oft von einer Erholung im Bitcoin-Kurs gefolgt werden. Seit 2014 lag die Rendite in den darauffolgenden Monaten häufiger positiv als in Phasen, in denen die Rechenleistung zunahm.

Auch über längere Zeiträume bleibt dieses Muster sichtbar. Wenn die Hashrate über mehrere Monate unter Druck steht, folgen laut Analysten nicht nur häufiger Anstiege, sondern diese sind durchschnittlich auch stärker. VanEck weist darauf hin, dass anhaltender Druck bei Minern historisch mit überdurchschnittlichen Renditen in der Zukunft zusammenfällt.

Der Bitcoin-Kurs liegt noch immer deutlich unter dem Höchststand von Anfang Oktober. Das setzt vor allem Miner mit hohen Kosten unter Druck. Dadurch wird diese Periode besonders wichtig für den weiteren Verlauf des Marktes.

Margen von Minern geraten zunehmend unter Druck

Für viele Miner sind die operativen Kosten in den vergangenen Monaten erheblich gestiegen. Gleichzeitig ist der Ertrag pro Block durch niedrigere Preise und höhere Konkurrenz gesunken.

Der Break-even-Preis für beliebte Mining-Hardware liegt mittlerweile erheblich niedriger als vor einem Jahr. Das bedeutet, dass weniger effiziente Miner ihre Maschinen abschalten oder Aktivitäten reduzieren.

Änderung des Break-even-Preises eines S19 XP-Miners seit Januar 2020. Quelle: VanEck
Änderung des Break-even-Preises eines S19 XP-Miners seit Januar 2020. Quelle: VanEck

Ein Teil der verschwundenen Rechenleistung kommt durch Schließungen in China. Andere Kapazitäten verschieben sich in Richtung Rechenzentren, die sich auf künstliche Intelligenz konzentrieren. Diese Verschiebung drückt vorübergehend auf das Bitcoin-Netzwerk.

Nicht alle Länder ziehen sich aus dem Mining zurück

Trotz des aktuellen Drucks unterstützen einige Länder Bitcoin-Mining aktiv. Regierungen sehen Mining als strategisch oder als Möglichkeit, überschüssige Energie sinnvoll zu nutzen.

Der Sektor verschwindet daher nicht, sondern verändert seine Zusammensetzung. Weniger effiziente Miner steigen aus, während größere und besser organisierte Parteien ihre Position stärken.

Anleger beobachten vor allem die Entwicklung der Hashrate. In Kombination mit dem Kurs gibt diese ein gutes Bild vom Zustand des Netzwerks. Miner werden dabei genau verfolgt, weil ihr Verhalten oft früh zeigt, in welcher Marktphase sich Bitcoin befindet.

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